Zwischen Todessehnsucht und Todesangst : Josef Winklers Romane „Der Leibeigene“ und „Friedhof der bitteren Orangen“

/ Bettina Chybiorz

Wien : 2019

Masterarbeit

Betreut von: Pia Janke

Gegenstand der vorliegenden Masterarbeit ist die Todesthematik in Josef Winklers Romanen Der Leibeigene (1987) und Friedhof der bitteren Orangen (1990), wobei der Fokus auf der Verbindung des Ich-Erzhlers zum Tod liegt. Anhand ausgewhlter Textpassagen wird sowohl auf inhaltlicher als auch auf sprachlicher Ebene untersucht, ob der Ich-Erzhler in den beiden Romanen von einer Todessehnsucht oder einer Todesangst geleitet wird. Des Weiteren wird danach gefragt, ob es sich bei seinen literarischen Texten um ?Todesliteratur? handelt. Dafr werden sowohl klerikale Inhalte, wie Bibelstellen und Gebetszitate, die den Tod betreffen, als auch die Todesmetaphorik der sterreichischen Gegenwartsliteratur herangezogen. Nach zwei einleitenden Kapiteln zur literarischen Verortung Josef Winklers in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und zum Motiv des Todes in der sterreichischen Literatur ab den 1970er Jahren und im Katholizismus, wird in mehreren kurzen Kapiteln eine Textanalyse vorgenommen. Die Textanalyse gliedert sich in vier Kapitel, wovon drei die Todessehnsucht und Mystifizierung des Todes veranschaulichen, whrend im vierten Kapitel die Todesangst des Ich-Erzhlers in den Mittelpunkt der Untersuchung gerckt wird. Abschlieend wird die Sprache Josef Winklers daraufhin untersucht, wie er in dieser die Todesthematik umsetzt.