Make-up : eine Untersuchung zu Geschlechterkonstruktionen anhand ausgewählter Texte von Doris Dörrie

/ Elisabeth Hofbauer

Wien : 2013

Diplomarbeit

Betreut von: Pia Janke

Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Konstruktionsmechanismen von Weiblichkeit(en) in den Blick zu nehmen. Der rote Faden, der sich durch die Textur der Geschlechterkonstruktionen zieht, soll ber den Signifikanten ?Make-up? sichtbar gemacht werden. Anhand der Analyse der Erzhlung Der Mann meiner Trume (1992), der Kurzgeschichten Im Reich der Sinne (1994) und Geld(1989), sowie der sequenziellen Kurzgeschichte Kaufrausch(1993), soll die kulturelle Praxis des Schminkens und dessen Ergebnis, das geschminkte Gesicht, im Spannungsfeld von Identittsstiftung, der Verhllung von Identitt beziehungsweise der Vervielfltigung von Geschlechtsidentitten dargestellt werden. Die Kategorie der Identitt wird in Anlehnung an Judith Butlers Theorie zur Performativitt von Geschlecht als geschlechtliche Identitt verstanden, deren Materialisierung auch von den Dimensionen der Alters- und Klassenzugehrigkeit durchdrungen erscheint. Im Kontext von Transgender-Identitten, wie sie im Roman Alles Inklusive (2011) und der Kurzgeschichte Was machst du, wenn ich aus dem Haus gehe?(2004) dargestellt werden, sollen Konstruktionen von Geschlecht anhand der im Maskerade-Konzept verhandelten Topoi von Original und Nachahmung analysiert werden. Im Zuge der Analyse soll transparent gemacht werden, inwiefern Drries Subjektpositionen durch den Schnheitsdiskurs konstituiert erscheinen, mit Fokus auf die kulturelle Krperpraktik des Schminkens. Make-up soll als narratives Zeichen fr Geschlecht und den damit verstrickten binren Oppositionen von Identitt und Alteritt, von (somatischem und semiotischem) Innen- und Auenbereich, sowie von Originalitt und Kopie transparent gemacht werden. Im Resmee soll geklrt werden, ob und inwiefern die von der Unterhaltungsschriftstellerin Doris Drrie mittels ?Make-up? dargestellten Geschlechterkonstruktionen den binr angelegten Rahmen der symbolischen Geschlechterordnung mit den damit verbundenen kulturellen Setzungen reproduzieren oder mglicherweise sogar berschreiten.