Ich bin ja überhaupt nicht mehr auf der Welt : performative Männlichkeitskrise(n) in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“, „Leutnant Gustl“ und „Spiel im Morgengrauen“

/ Melanie Vogltanz

Wien : 2018

Diplomarbeit

Betreut von: Pia Janke

Die vorliegende Arbeit untersucht Diskurse krisenhafter Mnnlichkeit der Jahrhundertwende anhand dreier ausgesuchter Werke Arthur Schnitzlers, Der Traumnovelle, Leutnant Gustl und Spiel im Morgengrauen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die performative Darstellung von Geschlecht gelegt und inwiefern auferlegte Erwartungen und die Zuschreibung hegemonialer Rollenbilder von auen die Subjektivierung der einzelnen Figuren und ihre Selbstwahrnehmung beeinflussen. Zum Tragen kommen dabei zeitgenssische Diskurse von Maskulinitt, etwa der male gaze als Ausdruck von Machtverhltnissen, Mnnlichkeit und (militrischer) Ehrbegriff, Gefhlsklte, Rationalitt und Mut als oberste Prmissen des Mannes im Fin de Sicle, wie sie etwa in der Duellkultur ihren Ausdruck fanden, Mnnlichkeit und finanzielle Potenz und der Waffensuizid als finaler performativer Akt von Maskulinitt.