„Ich bin echt, was soll a mir schon echt sein?“ : Elfriede Jelineks schriftstellerische Selbstinszenierung in ihrem essayistischen Œuvre

/ Margareth Gallmetzer

Wien : 2024

Masterarbeit

Betreut von: Pia Janke

Trotz der intensiven medialen und literaturwissenschaftlichen Diskussion um die Autorin Elfriede Jelinek und ihr Œuvre bleiben bisher bestimmte Aspekte ihrer Arbeit, wie beispielsweise ihre Essays, unbeachtet. Diese Arbeit setzt sich mit der Analyse von Jelineks essayistischem Werk auseinander, das häufig nur als Randerscheinung bzw. als Beiwerk zu ihren ‚umfangreicheren‘ Werken gesehen wird, obwohl es u.a. eine umfassende Reflexion Jelineks über die eigene Autorschaft und den Schreibprozess beinhaltet. Im Fokus dieser Untersuchung steht die schriftstellerische Selbstinszenierung Jelineks in ihren Essays, die anhand ausgewählter Essays analysiert werden soll. Um verschiedene Aspekte ihrer Selbstinszenierung aufzuzeigen, wurde die Analyse in drei verschiedene Gesichtspunkte gegliedert: Jelinek als Frau, Jelinek als Schriftstellerin und Jelinek als Österreicherin. Diese Einteilung ermöglicht es, verschiedene Facetten und Details ihrer Selbstinszenierung zu beleuchten und die literarischen Mittel und Autorposen zu untersuchen, von denen Jelinek in ihrer Selbstinszenierung Gebrauch macht. Abgezielt wird in dieser Arbeit, sowohl die Komplexität von Jelineks Selbstinszenierung aufzuzeigen als auch Interesse für das essayistische Werk Jelineks zu wecken. Dabei soll ein Anreiz für eine tiefere Auseinandersetzung mit ihrer schriftstellerischen Selbstinszenierung und ihren Essays geschaffen werden.