Die Internationalisierung Wiens im Feld der Literatur am Beispiel der Österreichischen Gesellschaft für Literatur 1960-1989/90

Neuere deutsche Literatur

Projektleitung: Günther Stocker

Projektteam: Ursula Ebel Holger Englerth Nicole Kiefer

Projektlaufzeit: 19 Monate (1.11.2020 – 31.5.2022)

Fördergeber:
Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank

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Im Fokus dieses Projekts stehen sowohl die von Wien ausgehenden als auch die in der Stadt selbst ihren Niederschlag findenden internationalen literarischen Beziehungen zwischen 1960 und 1989/90. Die Österreichische Gesellschaft für Literatur (ÖGfL), 1961 gegründet, fungierte mit einer Vielzahl an Aktivitäten sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene als mächtiges Scharnier zwischen Kulturpolitik, AutorInnen, Verlagen, Publikum und Germanistik. Auf Basis umfangreicher Archivmaterialien aus dem Archiv der ÖGfL und weiterer einschlägiger Bestände werden sowohl die Positionierung der ÖGfL im literarischen Feld ab Anfang der 1960er-Jahre als auch ihre Aktivitäten bis ins Wendejahr 1990 nachgezeichnet und analysiert werden.

Basierend auf Pierre Bourdieus Theorien zum literarischen Feld werden die gesichteten Archivmaterialien entlang ausgewählter Forschungsachsen einer kontextualisierenden Analyse unterzogen:

  1. Förderung inter/nationaler Literatur in Wien: die Aktivitäten der ÖGfL,Wien als international anerkannte ‚Literaturstadt‘ zu etablieren (u.a. durch über 2000 literarische Veranstaltungen mit Gästen aus über 50 Ländern, durch Stipendien, Preise, Förderungen, AutorInnen-Wohnungen, ORF-Sendungen, Verbindungen zu Verlagen und Literaturzeitschriften), werden untersucht.
  2. Etablierung österreichischer Literatur im Ausland: die Instrumente und Ziele der Förderung österreichischer Literatur im Ausland (u.a. durch die Versendung tausender kostenloser Buchpakete, durch Symposien an internationalen Universitäten, Organisation von Lesereisen, Stipendien für ÜbersetzerInnen österreichischer Literatur) werden untersucht.