Vorlesungs­verzeichnis

Fallen (in) der Literatur: List, Täuschung und Verstellung als Handlungs- und Stilmovens

420003 SE 2024S

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Venue and Time: Freitag 15:15 - 18:30 Seminarraum 12 Romanistik UniCampus Hof 8 3B-O1-35 3B-O1-35, 14-tägig

Dates: 15.03.24, 12.04.; 26.04.; 10.05., 24.05., 07.06., 21.06.

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung untersucht Literatur als eine Kunst der Verstellung: Intrige und Täuschung als Motiv und zentrales Element des Plots. Abgesehen von der Handlungsebene gibt es aber auch Fallen auf der Ebene des Diskurses, von der barocken Obsession für das Motiv der (Ent-)Täuschung über den "unreliable narrator" des modernen Romans bis zu labyrinthischen Textstrategien der literarischen Avantgarde.
Die Studierenden lernen Theorien der Verstellung und der Maskerade aus drei Epochen kennen: Antike, Frühe Neuzeit und Moderne. Dabei werden Kontinuitäten herausgearbeitet, aber auch die unterschiedlichsten Funktionshypothesen in Bezug auf die Fallstricke der Literatur untersucht. Ein besonderes Augenmerk wird auf rhetorische Figuren gelegt. Diese in Rhetoriken, Poetiken, aber auch in philosophischen und psychologischen Texten verhandelten Theorien werden an konkreten literarischen Beispielen erprobt. Die Studierenden verfügen über fundierte Kenntnisse zu Funktionsweisen und formalen Verfasstheiten literarischer Täuschungen und deren theoretische Grundlagen.
Die Lehrveranstaltungsleiterin bietet zunächst inhaltliche Einführungen, die auf ein interaktives Close Reading vorbereiten. Im Anschluss werden literarische Beispiele aus den konkreten PhD-Projekten der Studierenden im Plenum analysiert.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige AKTIVE Partizipation (15 %); Textvorbereitung mit Fragenkatalog (15 %) Gruppenpräsentation mit PPP und Handout (25 %); abschließender Essay (45 %).

 

Literatur

Wird nach der ersten Einheit fixiert und hier ergänzt

 

Prüfungsstoff

Die in der LV verhandelten Texte: wird hier nach der ersten Einheit (in Abstimmung mit den Studierenden) ergänzt.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestens 60 % der Leistungsanforderung