Vorlesungs­verzeichnis

"aus-ein-an-der-setzen"

Aktuelle deutschsprachige Debatten um Erinnerungskulturen in globaler Perspektive

420002 SE 2024S

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Beginn- u. Enddatum inkl. Uhrzeiten: 5. März 2024 bis 25. Juni 2024, 11:15-12:45 Uhr
Ort und Raum: Institut für Afrikawissenschaften, Spitalgasse 2, Uni Campus Hof 5.1., Seminarraum 3
Online-Anmeldung (erwünscht?): ja, bitte Anmeldung über u:space

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In diesem Seminar werden sich die Teilnehmer:innen mit den Debatten um Erinnerungskulturen auseinandersetzen, die im deutschen Sprachraum seit der sogenannten „Mbembe“-Debatte im Frühjahr 2020 intensiv geführt werden.
Es geht im Wesentlichen um folgende Fragen: Welche Formen von Erinnerungskulturen gibt es? Wessen Erinnerung zählt im öffentlichen Diskurs? Wessen Erinnerung bleibt weitgehend unsichtbar und warum? Wie können wissenschaftliche Projekte dazu beitragen, diese Lücken zu füllen?
Auf unterschiedlichen Medienkanälen sind eine Vielzahl an Akteur:innen – Wissenschaftler:innen, Journalist:innen, Aktivist:innen – beteiligt weshalb es schwierig geworden ist den Überblick zu behalten. Es sind aber auch bereits einige Publikationen im Buchformat erschienen, die versuchen, die Debatten einzuordnen und weiterzuführen.
Als Ausgangspunkt für unsere analytische Auseinandersetzung im Seminar, dienen daher primär die in der Bibliographie angeführten Monographien und Sammelbände.

Ausgehend von der Lektüre von Teilen dieser Werke und deren gemeinsamer Diskussion in den Einheiten, sollen die Teilnehmer:innen wissenschaftliche Essays im Umfang von 10-15 Seiten verfassen. In diesen beleuchten sie eine konkrete Fragestellung näher und ziehen dafür selbstrecherchierte relevante Literatur heran. Alternativ ist es auch möglich eine ausführliche vergleichende Rezension von zumindest zwei oder mehreren Werken zu verfassen.
Die Essays können unterschiedliche disziplinäre Perspektiven einnehmen; sprachwissenschaftliche und literaturwissenschaftliche Fragestellungen sind ebenso denkbar wie historische oder kulturwissenschaftliche Zugänge. Die Essays können auf Deutsch, Englisch oder Französisch verfasst werden. Mündliche Präsentationen im Kurs auf Deutsch oder Englisch.
Eine systematische Reflexion und kontinuierlicher Austausch die eigene Positionierung betreffend, begleiten den gesamten Recherche-, Lese- und Schreibprozess.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive Mitarbeit in den Einheiten, dh. Diskussion der Lektüre (30%)
Vorstellung des eigenen Konzepts (30%)
Essay von 10-15 Seiten, abzugeben bis 30. September 2024 (40 %)

 

Literatur

Benz, Wolfgang (Hg., 2023): Erinnerungsverbot? Die Ausstellung "Al Nakba" im Visier der Gegenaufklärung. Berlin: Metropol Verlag.
Böckmann, Matthias/ Gockel, Matthias/ Kößler, Reinhart/ Melber, Henning (Hg., 2022): Jenseits von Mbembe – Geschichte, Erinnerung, Solidarität. Berlin: Metropol Verlag.
Brumlik, Micha (2021): Postkolonialer Antisemitismus? Achille Mbembe, die palästinensische BDS-Bewegung und andere Aufreger. Hamburg: VSA-Verlag.
Feldman, Deborah (2023): Judenfetisch. München: Luchterhand Literaturverlag.
Neiman, Susan/ Wildt, Michael (Hg., 2022): Historiker Streiten. Gewalt und Holocaust – Die Debatte. Berlin: Propyläen.
Moses, Dirk A. (2023): Nach dem Genozid. Grundlage für eine neue Erinnerungskultur. Berlin: Matthes & Seitz Berlin.
Rothberg, Michael (2021): Multidirektionale Erinnerung: Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung. Berlin: Metropol Verlag.
Wiedemann, Charlotte (2022): Den Schmerz der Anderen Begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis. Berlin: Propyläen.
Zadoff, Mirjam (2023): Gewalt und Gedächtnis. Globale Erinnerung im 21. Jahrhundert. München: Carl Hanser Verlag.
Zimmerer, Jürgen (Hg., 2023): Erinnerungskämpfe. Neues deutsches Geschichtsbewusstsein. Ditzingen: Philipp Reclam Jun. Verlag.

 

Prüfungsstoff

keine zusätzliche Prüfung

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

1 - Sehr gut: 100-90 Prozent
2 - Gut: 89-75 Prozent
3 - Befriedigend: 74-60 Prozent
4 - Genügend: 59-50 Prozent
5 - Nicht genügend: 49-0 Prozent