Vorlesungs­verzeichnis

STEOP A: VO HIST Medien- und Kommunikationsgeschichte unter Berücksichtigung hist. und fem. Ansätze

220032 VO 2021W

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Moodle

Vortragende der Germanistik:

Die Studienprogrammleitung hat Anfang September entschieden, dass alle STEOP-Vorlesungen im Wintersemester 2021/22 aufgrund der durch die Corona-Regelungen reduzierten Raumkapazitäten digital durchgeführt werden, d.h. ohne Anwesenheit der Studierenden im Hörsaal. Die HIST-Vorlesungen werden zu den im Vorlesungsverzeichnis angeführten Terminen (dienstags, 18:30–20:00 Uhr) via Livestream übertragen, der vom Moodle-Kurs aus abrufbar ist, aus urheberrechtlichen und didaktischen Gründen jedoch nicht aufgenommen. Die Studierenden können im Liveforum auf Moodle, das zum jeweiligen Vorlesungstermin eingerichtet wird, Fragen stellen. Nach jeweils ca. 30 Minuten artikuliert die Tutorin die dort gestellten Fragen und die Vortragenden gehen mündlich darauf ein.

Update, 18.10.2021: Aufgrund von technischen Schwierigkeiten mit u:stream wird die VO HIST bis zum Ende des Wintersemesters jeweils live zu den Vorlesungsterminen als Zoom-Webinar abgehalten. Die Studierenden können schriftlich im Q&A-Tool von Zoom Fragen stellen, die Tutorin moderiert sie und die Vortragenden gehen mündlich darauf ein.

12.10.2021: Einführung in die Lehrveranstaltung
19.10.–14.12.2021: Medien- und kommunikationsgeschichtliche Vorlesungen von Simon Ganahl
11.–18.1.2022: Vorlesungen über feministische Ansätze von Krisztina Braun-Rozgonyi
25.1.2022: Abschlusstermin der Lehrveranstaltung

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Hauptteil der Lehrveranstaltung befasst sich Simon Ganahl aus medien- und kommunikationsgeschichtlicher Sicht mit der sogenannten "Türkenbefreiungsfeier" des österreichischen Heimatschutzverbandes am 14. Mai 1933 in Wien. Offiziell ging es dabei um die Erinnerung an die Befreiung Wiens von der "Türkenbelagerung" im Jahr 1683, tatsächlich diente die Massenkundgebung mit tausenden Heimwehrleuten als eine Art Auftaktveranstaltung des Austrofaschismus. Die Vorlesungsreihe beleuchtet die "Türkenbefreiungsfeier" aus verschiedenen historischen Perspektiven, die teils bis ins 17. Jahrhundert zurückführen, teils bis in unsere Gegenwart reichen. In dieser multiperspektivischen Darstellung des Ereignisses soll ein anschauliches Netzwerk der modernen Medien- und Kommunikationsgeschichte entstehen, das nicht nur deutlich macht, welche mediale Infrastruktur den Austrofaschismus ermöglichte, sondern auch ein Bewusstsein dafür schafft, ob und wie diese historischen Zusammenhänge unsere aktuellen Medienerfahrungen prägen.

Theoretisch und methodisch werden in der Lehrveranstaltung international anerkannte, innovative Verfahren diskutiert und angewandt, die Medien als vielgestaltige Akteure in soziokulturellen Beziehungsmustern begreifen. Dabei handelt es sich einerseits um die Medienarchäologie und Dispositivanalyse, die Konzepte von Michel Foucault medien- und kommunikationsgeschichtlich operationalisieren, und andererseits um die Akteur-Netzwerk-Theorie, die aus den Science and Technology Studies hervorgegangen ist und sich zunehmend in den Kommunikations- und Medienwissenschaften verbreitet. Darüber hinaus bilden feministische Ansätze einen besonderen Schwerpunkt im abschließenden Teil der Vortragsreihe. Im Rahmen der in englischer Sprache abgehaltenen Einheiten von Krisztina Braun-Rozgonyi werden historische geschlechtsspezifische Aspekte der Medienfreiheit diskutiert, mit einem Fokus auf die entsprechende Rolle der Medien aus der Perspektive einer kritischen Kommunikationswissenschaft.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Der genaue Prüfungsmodus hängt von den Coronavirus-Umständen ab und wird rechtzeitig in der Lehrveranstaltung und im Vorlesungsverzeichnis bekannt gegeben. Es ist geplant, die Abschlussprüfung am 1. Februar 2022 vor Ort als Multiple-Choice-Test abzuhalten. Ggf. werden Studierende, die aufgrund nachgewiesener Coronavirus-Umstände nicht an der Prüfung vor Ort teilnehmen können, eine alternative Online-Prüfung mit offenen Fragen auf Moodle absolvieren können. Es wird dann am 14. Februar noch einen weiteren und im Lauf des Sommersemesters 2022 noch zwei weitere Prüfungstermine geben, insgesamt also vier.

 

Literatur

Vorlesungsskriptum (Simon Ganahl: Medien- und Kommunikationsgeschichte, 2., überarb. u. aktual. Aufl., Wien: Facultas 2021, erhältlich in der Buchhandlung Facultas im NIG und online auf facultas.at) sowie Materialien im Moodle-Kurs.

 

Prüfungsstoff

Für die medien- und kommunikationsgeschichtlichen Einheiten von Simon Ganahl erscheint im Facultas-Verlag ein Vorlesungsskriptum, das zur Prüfungsvorbereitung dient (siehe unten Literatur). Den Prüfungsstoff zu den beiden Einheiten von Krisztina Braun-Rozgonyi bilden die im Moodle-Kurs zur Verfügung gestellten Unterlagen. Es wird dringend empfohlen, die aktuellen Vorlesungen online via Livestream zu verfolgen, um das Verständnis der Inhalte vertiefen und im Liveforum Fragen stellen zu können.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Profundes Verständnis der Vorlesungsinhalte und damit verbunden eine genügend korrekte Beantwortung von Wissens- und Verständnisfragen in der abschließenden Prüfung.

Beurteilungsmaßstab:
1 (sehr gut) => 100–87,50 %
2 (gut) => 87,49–75,00 %
3 (befriedigend) => 74,99–62,50 %
4 (genügend) => 62,49–50,00 %
5 (nicht genügend) => 49,99–0 %

Freiwillige Bonus-Übungen im Moodle-Kurs können die Abschlussnote um bis zu einem Grad verbessern. Die Details werden rechtzeitig auf Moodle und in den Vorlesungen erläutert.