Vorlesungs­verzeichnis

MA 1.2. "Theatrale und mediale Prozesse"

Self, Performance, Other

170610 SE 2022W

Ansicht in u:find »

Moodle

Vortragende der Germanistik:

Nächster Termin

Thursday, 15.12.2022 09:45-13:00 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Seminartermine sind folgende (Achtung, ggf. ist die obenstehende Liste noch nicht korrigiert!):
13.10., 20.11., 10.11.
17.11. (gemeinsamer Termin mit dem Parallelseminar "Josephine Baker")
24.11. (gemeinsamer Workshop mit dem Parallelseminar "Josephine Baker", genaue Zeiten s.u.)
15.12.

Die Lehrveranstaltung ist konzipiert als forschungsgeleitetes, theaterhistoriographisches Seminar mit Musiktheater-Fokus und Schwerpunkten im 16., 18. und frühen 20. Jahrhundert, die jeweils die zentrale Frage beleuchten, wie Akteur*innen sich strategisch einer Figur des Anderen zur Selbstinszenierung bemächtigen und damit Kategorien wie Aneignung, Handlungsmacht und Sichtbarkeit verhandeln.

Anhand der Projektionsfigur der Pharaonin analysiert das Seminar also Case Studies musiktheatraler Aneignungen in intersektionalen Bezügen. Es fragt nach mikro- und makrohistorischen Kontexten und diskutiert Strategien und Marginalisierungen, Handlungsspielräume und Überschreibungen.

Zentrale Case Studies:
Fritzi Massary und "Die Perlen der Kleopatra" (1923)
Farinelli, Vittoria Tesi und "Marc'Antonio e Cleopatra" (1725)
Der d'Avalos-Zirkel und die Intermedi zu Piccolominis "Alessandro" (1558)

Studierende haben die Gelegenheit, eigene Forschungsdesigns im Themenbereich der Lehrveranstaltung einzubringen sowie ihre theaterwissenschaftliche Methodenkompetenz zu reflektieren und in Hinblick auf die eigene Abschlussarbeit auszubauen.

Die Lehrveranstaltung ist so konzipiert, dass jederzeit ein Wechsel in einen zoom-gestützten Betrieb (Selbststudienphasen, Kleingruppenarbeit in Breakout-Rooms, Plenum, Whiteboard-Arbeit) möglich ist, wenn die Pandemie dies erfordern sollte.

Diese Lehrveranstaltung ist keine Hybridveranstaltung.

Die Lehrveranstaltungstermine beinhalten einen verpflichtenden Workshop am 24./25.11.2022 gemeinsam mit dem Parallelseminar 170610-1; bei Überschneidung mit anderen Lehrveranstaltungen erfolgt Absprache mit den jeweiligen Lehrenden.

Workshop-Termine (Stand 01.09.2022):
Do, 24.11.: 11:30-15:30 (mit Pause),
Fr. 25.11: 11:00-16:30 (mit Pausen), 16:45-18:15 Abendvortrag (Prof. Dr. Marion Linhardt, U Bayreuth)

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

50%: Abschlussarbeit mit Abgabefrist 20.02.2023
Format nach Wahl:
ENTWEDER
nachgelagerte Seminararbeit (>30.000 Zeichen/15 Seiten)
ODER
1 Satz (3 Stück) "Decolonial Historiographic Postcards" nach Kosasa/Tomita, bestehend aus je 1 Teil graphischer Arbeit und 1 Teil Erläuterung (je max. 200 Wörter), analog (gescannt) oder digital.

25% Historiographic Research Journal, semesterbegleitend

25% Moderation oder Präsentation (mündlich), im Verlauf des Semesters

 

Literatur

Grundlegende Literatur über Moodle und/oder u:search bereitgestellt.
Selbständige Recherchetätigkeit wird vorausgesetzt.

 

Prüfungsstoff

Lektüren und Case Studies der Lehrveranstaltung, Inhalte und Vorträge des Workshops, Beiträge und Diskussionen innerhalb des Seminars.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

maximale Fehlzeiten: flexibel nach Absprache, Fehlzeiten müssen jedoch durch je eine adäquate schriftliche Esatzleistung kompensiert werden (Lektürekarte/Textdisskussion von 2000 Zeichen zu einem Text der verpassten Einheit plus Eintrag Research Journal)

Zum Bestehen der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen mit mindestens "genügend" bestanden werden.