Gender wandelt Sprache wandelt Gender
Sprache, Gender und gesellschaftlicher Wandel
160129 PS 2024W
Vortragende der Germanistik:
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Ziele:
Primäres Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Studierenden ein Verständnis vom komplexen Zusammenhang zwichen Gender, Sprache und gesellschaftlichem Wandel zu vermitteln. Studierende verfügen nach Absolvieren des Kurses über zentrales theoretisches Wissen zu dem Themenbereich und können praktisch arbeiten, d.h. sie können selbständig recherchieren, Theorien einorden und eine sinnvolle empirische Studie planen. Konkret verfügen Studierende nach Beendigung des Kurses über folgende Kenntnisse:
1) zentrale Gender Theorien, Verständnis der Kategorie "Gender"
2) zentrale Theoretisierungen des Verältnisses von Sprache und Gender und der Kritik daran
3) zentrale Positionen und Argumentationsstränge in der Debatte um das Verhältnis von Sprache und Gender
4) existierende Beschäftigungsfelder in der Linguistik
5) zentraler linguistiche Analysemethoden und mögliche Einsatzbereiche
6) kritische Reflexion, kritisches Denken und Argumentieren
7) derzeitige gesellschaftliche Diskurse.
Auf folgende Inhalte wird in der Lehrveranstaltung eingegangen:
1) Gendertheorien in den Sozialwissenschaften und der Philosophie
2) zentrale Begriffe in der Linguistik: Sex - Gender - Genus
3) Beshäftigungsfelder einer "Genderlinguistik"
4) Methoden und Forschungsdesigns dieser Felder
4) Antidiskriminierender Sprachgebrauch
5) (Kritische) Diskursanalyse und Gender
6) Aktuelle gesellschaftliche Diskurse und ArgumentationslinienMethoden:
Vortrag, Referate mit Diskussionen und Workshops. Der interaktive Charakter zeichnet diese LV aus.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Die Leistungskontrolle geschieht über die Bewertung von drei Teilleistungen: (1) Die mündliche Teilleistung in Form einer Stundengestaltung/Diskussionsleitung geht mit 30% in die Bewertung ein, (2) die aktive Mitarbeit mit 10% und die schriftliche Ausarbeitung eines Exposés oder einer schriftlichen Arbeit mit 60%.
Die schriftliche Teilleistung wird mit Turnitin auf Textähnlichkeiten überprüft (Plagiatsprüfung).Der Einsatz von KI ist dort erlaubt, wo damit wissenschaftliches Arbeiten, Denken oder Formulieren unterstützt wird. Die Leistung darf nicht ausschließlich von einem KI-Tool erbracht werden. Eingesetzte Hilfsmittel müssen entsprechend der ausgegebenen Richtlinien gekennzeichnet werden. Besteht der Eindruck, dass keine Eigenleistung erbracht wurde, wird eine mündliche Wissensüberprüfung angesetzt.
Literatur
Eine Leseliste wird zu Beginn des Semesters auf Moodle zur Verfügung gestellt. Die Lektüre wird Texte in deutscher und englischer Sprache beinhalten.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
(1) Die mündliche Teilleistung in Form einer Stundengestaltung/Diskussionsleitung geht mit 30% in die Bewertung ein, (2) die aktive Mitarbeit mit 10% und die schriftliche Ausarbeitung eines Exposés oder einer schriftlichen Arbeit mit 60%.
Zum erfolgreichen Abschluss des PS müssen beide Teilleistungen positiv bewertet werden. Es besteht Anwesenheitspflicht, ein zweimaliges unentschuldigtes Fehlen ist gestattet.
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft