Vorlesungs­verzeichnis

Kasussysteme in den finno-ugrischen Sprachen

132022 SE 2025W

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Moodle

Vortragende der Germanistik:

Update 20.10.2025: Die Unterrichtseinheiten am 22.10.2025 und am 05.11.2025 entfallen.
Ersatztermine:
04.11.2025, 09:45 bis 11:15 Uhr, Dissertantenzimmer, 2L-01-12
26.11.2025, 18:15 bis 19:45 Uhr, HS 1

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die finno-ugrischen Sprachen gelten gemeinhin als Sprachen mit ausgeprägten Kasussystemen, auch wenn mitunter übersehen wird, dass etwa eine Sprache wie das Nord-Chantische mit seinen drei Kasus diese Vorstellung nicht bestätigt. Im Seminar werden wir uns einleitend theoretischen Fragen widmen (Was ist ein Kasus? Wie ist er von einer Postposition zu unterscheiden? Wie verhalten sich Kasus und semantische Rollen zueinander?), um anschließend, vor diesem Hintergrund, die Kasussysteme in den finno-ugrischen Sprachen zu beleuchten.

Die im Seminar behandelten Themen werden zu Semesterbeginn festgelegt. Zu den möglichen Themen gehören:
• Semantische Rollen
• Kasus-Theorie in der Generativen Grammatik (struktureller vs. lexikalischer Kasus; Theta-Rollen und Linking; Fillmores Tiefenkasus)
• Konstruktionsgrammatik
• Lokalkasus (einzelsprachlich, sprachvergleichend)
• Kasus und Postpositionen
• Kernkasus und periphere Kasus
• Einzelsprachliche Untersuchungen zum jeweiligen Kasussystem (z.B. das Kasussystem im Marischen, Ungarischen, Finnischen etc.)
• Einzelsprachliche Untersuchungen zu einzelnen Kasus + Theorie (z.B. der Komitativ im Estnischen, der Lativ im Mansischen)
• Kontrastive Untersuchungen zu einzelnen Kasus (z.B. der Partitiv im Finnischen und Estnischen; die Lokalkasus im Mansischen und Ungarischen)
• Markierung des Rezipienten (Ditransitive Konstruktionen)

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Studierende einigen sich zu Semesterbeginn mit dem Lehrveranstaltungsleiter auf ein Thema. Über dieses sollen sie im Rahmen des Seminars eine Präsentation abhalten und am Ende des Semesters eine Seminararbeit abgeben. Diese soll in etwa 25 Seiten A4 umfassen; bei großen Abweichungen von diesem Richtwert bitte die Lehrkräfte kontaktieren.

 

Literatur

Es empfiehlt sich, vorbereitend einen Blick in folgende Aufsätze zu werfen:

Blake, Barry (2004): „Case“. – In: Booij, Geert [u.a.] (Hg.): Ein internationales Handbuch zur Flexion und Wortbildung. 2. Halbband. – Berlin / New York: De Gruyter, S. 1073-1090.

Kittilä, Seppo / Laakso, Johanna / Ylikoski, Jussi (2022): „Case.” – In: Bakró-Nagy, Marianne / Marianne / Laakso, Johanna / Skribnik, Elena (Hg.): The Oxford Guide to the Uralic Languages, S. 879-893.

Weitere Literatur wird auf Moodle bekanntgegeben.

 

Prüfungsstoff

Das Thema der Seminararbeit sowie genauere Inhalte und Anforderungen werden zu Semesterbeginn mit dem LV-Leiter besprochen.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent. Die Note setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
- Präsentation der Zwischenergebnisse (Themenfindung, Literaturrecherche), aktive Teilnahme an den Diskussionen: 30%
- Referat: 30%
- schriftliche Seminararbeit: 40%