Vorlesungs­verzeichnis

Masterseminar NdL: Der späte Hofmannsthal

100250 SE 2018W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Nach einem verlorenen Krieg müsse man Lustspiele schreiben, meinte Hugo von Hofmannsthal 1918. Er schuf seine bedeutenden Werke Der Schwierige und Der Unbestechliche, worin er der Verzweiflung nach dem Ende der Habsburger Monarchie begegnen wollte. Eine weitere Reaktion auf die große Zäsur des Ersten Weltkriegs zeigte Hofmannsthal durch seine Arbeit an den Turm-Dramen, die zur geschichtlichen Bewusstseins- und Identitätsbildung Österreichs beitragen sollten. Zudem begann eine intensive Phase seiner kulturpolitischen Arbeit mit der Gründung der Salzburger Festspiele, den Neuen Deutschen Beiträgen, seiner Schrifttumsrede und zahlreichen Essays, die auf eine Neuorientierung der österreichischen Kultur im Spannungsfeld von Konservatismus und Veränderung hinwirkten. Das Seminar führt in Hofmannsthals vielfältiges Spätwerk unter Berücksichtigung der drei genannten Schwerpunkte (Komödie, Drama, Kulturpolitik) ein und gibt anhand von Hofmannsthals Ambivalenzen und Widersprüchen einen Einblick in die politischen und kulturellen Spannungen Österreichs in den 1920er Jahren.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Für die erfolgreiche Teilnahme sind die kontinuierliche Lektüre, aktive mündliche Mitarbeit, ein Impulsreferat mit Handout und eine Hausarbeit von 25 Seiten Umfang vorgesehen. Abgabe bis 30.4.2019.

 

Literatur

Zur Einführung: Elsbeth Dangel-Pelloquin: Phasen eines Lebenslaufes. In: Hofmannsthal-Handbuch. Leben Werk Wirkung. Hg. von Mathias Mayer und Julian Werlitz, Stuttgart 2016, S. 32-42.

Weitere Literaturangaben erfolgen im Seminar.