Proseminar Sprachwissenschaft: Die Transe, die Tunte und die Kampflesbe
reduziert, pejorisiert und sexualisiert. Wo bleiben die wertneutralen und meliorisierenden Bezeichnungen queerer Mensch:innen in der Sprache bis heute?
100230 PS 2026S
Vortragende:
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Ein Blick in die sozialen Medien genügt, um zu sehen, dass Hatespeech und Hasskriminalität non-binäre, aber auch weiblich gelesene Personen betrifft. Viele Selbstbezeichnungen queerer Mensch:innen sind inzwischen entstanden wie Interperson, Intergeschlechtliche oder Transgender, und werden in der Community auch seit längerem verwendet. Wie sieht dies aber in der Allgemeinsprache und in Folge in den maßgeblichen Wörterbüchern aus? Werden diese wertneutralen Eigenbezeichnungen auch in die Allgemeinsprache übernommen oder bleibt es bei den veralteten und pejorisierenden Begriffen? Handelt es sich um Qualitätsmedien, so werden selbstverständlich wertneutrale Bezeichnungen wie Transgender/trans* Gender verwendet.
Trifft dies auch für das Internet oder die sozialen Medien zu?
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Literatur
Literatur wird noch bekanntgegeben.
Prüfungsstoff
- Feministische Theorie, Gendertheorie, Diversity, Queer Studies und Dekolonialismus
- Feministische Linguistik, Genderlinguistik und Queerlinguistik
- Lexikologie/-graphie, Semantik/Wortbildung und -motivation
- grammatische Strukturen, auch im Sprachenvergleich
- linguistische Argumentation auf Basis oben genannter Theorien und Bewegungen
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
- Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig, max. 2 unentschuldigte Absenzen
- Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
- Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.
- Mitarbeit/aktive Beteiligung an den Diskussionen
- Referat: freier Vortrag, Power-Point-Präsentation und/oder Handout
- Umfang der Abschlussarbeiten: Proseminararbeit 15 Seiten Haupttext, ohne Titelseite, Inhaltsverzeichnis, Register, Bibliographie,...
- Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Proseminararbeit.
- Abgabe der schriftlichen PS-Arbeit: 25. September 2026
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
