Vorlesungs­verzeichnis

Peer-Mentoring: Theoretische Vertiefung

100221 VU 2026W

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Vortragende:

Nächster Termin

Dienstag, 06.10.2026 16:45-18:15 Hörsaal 1 Hauptgebäude Tiefparterre Stiege 1 Hof 1

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Diese Lehrveranstaltung dient der theoretischen Fundierung, Reflexion und Vertiefung der eigenen Praxis als Peer-Mentor:in an der Universität Wien. In der Lehrveranstaltung erwerben aktive und ehemalige Peer-Mentor:innen relevantes theoretisches Wissen, das sie vor dem Hintergrund ihrer Praxiserfahrungen reflektieren, vernetzen und handlungsorientiert anwenden.

Die LV-Teilnehmer:innen vertiefen das Verständnis der Rolle der Peer-Mentor:in im universitären Kontext. Darüber hinaus erwerben sie Wissen über Modelle und Theorien gruppendynamischer Prozesse, über Mentoring als Konzept, über das Konzept des Reflective Practitioners sowie über systematische professionelle Reflexionskompetenz. Behandelt werden außerdem die epistemologische Entwicklung von Studierenden, Lernentwicklung, Feedback, Diversitätskompetenz im Peer-Mentoring und die Rolle von Peer-Mentor:innen in relevanten Communities of Practice. Ergänzend werden hochschuldidaktische Grundlagen zu Kompetenzaufbau und zur Planung einer Peer-Mentoring-Einheit und/oder Lerngruppe vermittelt.

Ein besonderer Fokus dieser Lehrveranstaltung liegt auf Zukunftskompetenzen, die für die Praxis des Peer-Mentorings im universitären Kontext relevant sind. Dazu gehören kritisches Denken, also die Fähigkeit, Informationen, Argumente und Situationen systematisch zu hinterfragen und begründet zu beurteilen, sowie Kooperationskompetenz, Problemlösungskompetenz und Lernkompetenz. Peer-Mentor:innen lernen, Gruppenprozesse konstruktiv zu begleiten, Herausforderungen in Peer-Mentoring-Situationen zu erkennen und professionell und lösungsorientiert zu bearbeiten sowie die eigene Lern- und Entwicklungspraxis bewusst zu gestalten. Zudem werden Selbstkompetenz, Kreativität und Ambiguitätskompetenz gestärkt, indem Peer-Mentor:innen lernen, mit Unsicherheiten, unterschiedlichen Perspektiven und offenen Situationen reflektiert umzugehen.

Darüber hinaus werden gesellschaftliche und transformative Kompetenzen aufgebaut, die für die Arbeit mit Studierenden bedeutsam sind. Dazu zählen Systemkompetenz, Resilienz, Dialogkompetenz, Verantwortungsübernahme, Beteiligungskompetenz und Diversitätskompetenz. Peer-Mentor:innen setzen sich damit auseinander, wie sie ein wertschätzendes, inklusives und verantwortungsbewusstes Miteinander fördern, unterschiedliche Perspektiven aufnehmen und Studierende in ihrer aktiven Teilhabe am universitären Lernen unterstützen können.

Absolvent:innen dieser Lehrveranstaltung sind in der Lage, relevante Theorien und Modelle des Peer-Mentorings zu benennen, zu reflektieren und in der Gestaltung der eigenen Mentoring-Einheiten anzuwenden. Sie können ihre Rolle als Peer-Mentor:in theoretisch fundiert einordnen, ihr eigenes Handeln systematisch reflektieren und Peer-Mentoring-Situationen unter Berücksichtigung gruppendynamischer, didaktischer, diversitätssensibler und kompetenzorientierter Aspekte gestalten.

Das hierfür notwendige Wissen wird vermittelt durch Vorlesungsteile der LV, Übungen in der LV, Gruppenarbeiten, Diskussionen sowie selbstgesteuertes Vor- und Nachbereiten in beziehungsweise vor und nach der LV.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen'). Die Verwendung von KI ist in dieser Lehrveranstaltung nicht erlaubt.

Die Leistungskontrolle erfolgt durch aktive Teilnahme an und kollegiale Mitarbeit in den VU-Einheiten im Ausmaß von 40 Prozent, durch ein Portfolio mit 6-Minute Papers in der VU-Einheit und deren Nacharbeitung im Ausmaß von 40 Prozent sowie durch ein wissenschaftliches Poster zu einer der VU-Einheiten im Ausmaß von 20 Prozent.

 

Prüfungsstoff

Zum Prüfungsstoff zählen die Mitarbeit in der Lehrveranstaltung, wobei maximal zwei unentschuldigte Fehleinheiten möglich sind, die fristgerechte Einreichung der Portfolios sowie die fristgerechte Einreichung des wissenschaftlichen Posters.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

In jeder Teilleistung müssen mindestens 50 Prozent erreicht werden, um die Lehrveranstaltung erfolgreich abzuschließen.

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fernbleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.