Vorlesungs­verzeichnis

Sprachgebrauch: Konstruktionen des umgangssprachlichen Deutsch

100217 PS 2010W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Untersucht und behandelt werden sollen Konstruktionen des umgangssprachlichen Deutsch, die als von der Standardsprache abweichend gelten und deshalb in einschlägigen, vor allem normativen Grammatiken zu kurz kommen oder als unakzeptabel gebrandmarkt werden. Da sich viele Phänomene und Konstruktionen aber sehr lange halten und/oder immer mehr durchsetzen, kann man davon ausgehen, dass es (auch) sprachinterne Gründe für diese Erscheinungen gibt, die uns hervorragende Einblicke in das Wirken verschiedener grammatischer Prozesse gestatten. Unter anderem werden wir betrachten: den possessiven adnominalen Dativ: dem Vater sein Hut, weil (& obwhol) und sogar dass mit Hauptsatzstellung, doppelte Superlative: bestangezogendste Frauen, Präteritumschwund und Ultraperfekt: das haben wir schon gesehen gehabt, Nominalstil, flektierende Komplementier: wennste willst, Adjektivphänomene: voll der Hammer, brauchen ohne zu, zweifeln mit ob, Veränderung in der Flexion (Schwächung bei Verben, Kasusschwund und Flexionsklassenübergänge bei Nomen, auch: zu Beginn diesen Jahres), die Relativpronomen wo, derer usw. Wir werden immer wieder Bezug zu Äußerungen aus der populären Sprachkritik nehmen (Sick, Scheider, Wahrig etc.) und versuchen, bestimme Positionen einander gegenüberzustellen.

 

Literatur

viele Aufsätze, die über Moodle zugänglich gemacht werden