Einführung in die Literaturwissenschaft
Bertolt Brecht
100215 EU 2024W
Vortragende:
Aufgrund terminlicher Überschneidungen (Konferenzteilnahme der LV-Leitung) wird zumindest einer der oben genannten Termine auf einen Ersatztermin verschoben. Dies könnte unter Umständen auch für einen zweiten Termin gelten. Beide Ersatztermine finden als Zoom-Meetings an Samstagen statt, damit die Verschiebung zu möglichst geringen Terminproblemen Ihrerseits führt:
- Ersatztermin 1: Samstag, 14.12.2024 (10.15-11.45)
- Möglicher Ersatztermin 2: Samstag, 25.1.2025 (10.15-11.45); Termin wird vorrangig zur Vorbereitung auf den Abschlusstest am 30.1.2025 genutzt.
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Die Einführungsübung vermittelt auf exemplarische und praxisorientierte Weise Grundlagen der literaturwissenschaftlichen Textanalyse (Erzählliteratur, Drama, Lyrik), indem sie mit der Frage nach der Relevanz und den Möglichkeiten von Literaturanalyse und -geschichtsschreibung bei Bertolt Brecht und damit bei einer/m der nach wie vor wichtigsten Autor:innen im Hinblick auf das Verhältnis von Politik und Ästhetik ansetzt. Hierzu werden – ausgehend von einigen Schlüsseltexten Brechts – historisch repräsentative Erzähl- und Dramentexte sowie einschlägige Beispiele der politischen Lyrik behandelt. Dieser textanalytische Fokus, der im Hinblick auf die in dieser Übung ins Zentrum gerückte Relation zwischen Politik und literarischer Ästhetik immer auch eine methodologische Reflexion und die Berücksichtigung gesellschaftlicher, politischer und mediengeschichtlicher Kontexte verlangt, wird ergänzt durch die Vermittlung fachspezifischer Schlüsselqualifikationen des wissenschaftlichen Arbeitens (Recherche/ Bibliografieren, Zitierregeln, Umgang mit Fachliteratur) und der Editionswissenschaft.
Anhand vorzubereitender Pflichtliteratur werden die methodischen und terminologischen Grundlagen literaturwissenschaftlichen Arbeitens sowie der Textanalyse erarbeitet und entlang praxisorientierter Aufgabenstellungen angewandt.
• methodische Grundlagen sowie das dazugehörige literaturwissenschaftliche Begriffsinventar erarbeitet und angewendet, um eine systematische Beschreibung und Analyse literarischer Texte zu ermöglichen,
• literarische Texte intensiv gelesen und nach literaturwissenschaftlichen Kategorien beschrieben und analysiert,
• Sensibilität und Problembewusstsein im Umgang mit literarischen Texten gefördert, um einen selbständigen, reflektierten und kritischen Umgang mit literarischen Texten zu ermöglichen,
• Grundkenntnisse in der Editionswissenschaft vermittelt,
• Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens in der Literaturwissenschaft vermittelt und an konkreten Aufgabenstellungen praktisch erprobt,
• Bewusstsein und Verantwortung für eine Ethik des wissenschaftlichen Handelns (Stichwort: Plagiat!) geschaffen.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
• Regelmäßige Anwesenheit (max. zwei Fehlstunden) verpflichtend; sollte eine Umstellung auf digitale Lehre nötig sein, ist zudem die Einschaltung von Ton und Kamera verpflichtend; dies gilt auch für etwaige Ersatztermine
• Vollständige und termingerechte Lektüre der Pflichtliteratur, Vorbereitung der Sitzungen (dringend, regelmäßig und für alle TeilnehmerInnen!); wenn dies einmal nicht gelingt, ist dies zu Beginn der Stunde auf Eigeninitiative bekanntzugeben
• Aktive mündliche Mitarbeit in Plenums- und Gruppendiskussionen
• Mini-PS-Arbeit, bestehend aus Aufgaben zu einzelnen Stunden (Bibliografieren, Formalia wissenschaftlichen Arbeitens, Lektüre von Fachliteratur usw.)
• Schriftlicher Zwischen- und Abschlusstest
Literatur
Martinez, Matias und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 9., erw. u. aktual. Aufl. München: Beck 2012 (bzw. neueste Auflage). (Zur Anschaffung empfohlen)
Schößler, Franziska: Einführung in die Dramenanalyse. Stuttgart, Weimar: Metzler 2012. (Ist über usearch auch online zugänglich.)
Prüfungsstoff
s.o. LV-Inhalte
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Die Gesamtnote wird aus den oben angeführten Teilleistungen (1. Zwischentest, 2. Mini-PS-Arbeit, 3. Abschlusstest, 4. mündliche Mitarbeit) errechnet. Der individuellen Vorbereitung und mündlichen Mitarbeit wird eine vergleichsweise hohe Bedeutung beigemessen. Allerdings müssen die beiden schriftlichen Tests in Summe (gemeinsame Punkteanzahl) positiv absolviert werden, um die LV positiv abschließen zu können.
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
