Vorlesungs­verzeichnis

SpraWi: Digitale Parömiologie: Sprichwörter als musterhafte Strukturen im Text

100206 PS 2024S

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Vortragende:

Nächster Termin

Montag, 24.06.2024 09:45-11:15 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Leben ist kein … Wunschkonzert? Ponyhof? Zuckerschlecken? –

Sprichwörter sind gemäß einer Definition von Wolfgang Mieder allgemein bekannte Sätze, „die eine Lebensregel oder Weisheit in prägnanter, kurzer Form ausdrücken.“ Zahlreiche dieser festgeprägten Wendungen sind in digitalen Korpora bewahrt, wodurch auch die Parömiologie neue Impulse erfährt.

Das Proseminar bietet zunächst einen Überblick über Sprichwörter, deren Erforschung und Sammlungspraxis. In einem weiteren Schritt sollen typische strukturbildende Merkmale dieser prägnanten Kleinformen identifiziert werden, um diese als wiederkehrende textuelle Muster sowohl in historischen als auch gegenwartssprachlichen Referenz- und Spezialkorpora unter Anwendung einer Abfragesyntax auffindbar zu machen.

Nach dieser Einarbeitungsphase wählen Studierende je nach Interesse und in Abstimmung mit der LV-Leiterin ein Sprichwort, das sie korpusbasiert (und wenn es sich anbietet, gerne auch sprachvergleichend) untersuchen und in ihrem Referat behandeln möchten. Bei den Auswertungen werden korpuslinguistische Methoden und Werkzeuge (u.a. Keyword in Context-Abfragen, Frequenzanalysen) erprobt, um das musterhafte Vorkommen, die Variabilität, Produktivität und kontextabhängige Funktionalität der gewählten Sprichwörter in bestimmten Textsorten untersuchen zu können.
In der Proseminararbeit sind die mündlich präsentierten Inhalte ausführlich darzulegen.

In der Lehrveranstaltung vertiefen Studierende ihr grundlegendes theoretisches Wissen über Sprichwörter des Deutschen, erlernen anhand konkreter Forschungsfragen den Umgang mit Korpora sowie großen Textsammlungen und erwerben durch das empirische Arbeiten mit Sprachdaten wertvolle Forschungskompetenzen.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

In die Beurteilung fließen die regelmäßige Teilnahme, aktive Beiträge zu den Diskussionen, das Referat, kleinere schriftliche Arbeitsaufträge sowie die Proseminararbeit im Umfang von mindestens 15 Seiten Haupttext mit ein (abzugeben bis spätestens 31. Juli 2024).

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Die empfohlene allgemeine Fachliteratur wird in der LV bekanntgegeben und teilweise über Moodle zur Verfügung gestellt.

 

Prüfungsstoff

Zum Prüfungsstoff zählen die in der Lehrveranstaltung vermittelten Inhalte und Kompetenzen.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

In den Einheiten besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht (zwei entschuldigte Einheiten sind erlaubt).
Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist die positive Erledigung aller mündlichen und schriftlichen Teilleistungen:
Aktive Mitarbeit, Referat, schriftliche Arbeitsaufträge und die Proseminararbeit im Umfang von mindestens 15 Seiten Haupttext ergeben die Gesamtnote.

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.