Vorlesungs­verzeichnis

Einführung in die Literaturwissenschaft: Literatur und Medizin

100205 EU 2023S

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die EU „Einführung in die Literaturwissenschaft“ vermittelt exemplarisch und praxisorientiert literatur- und kulturwissenschaftliche Analysefertigkeiten. Das wird ergänzt durch fachspezifische Schlüsselqualifikationen des wissenschaftlichen Arbeitens (Recherche, Zitierregeln, Umgang mit Fachliteratur) und der Editionswissenschaft.
Erprobt wird das theoretisch-methodische Handwerkszeug an ausgewählten Texten (Erzählungen, Dramen, Gedichten) und zwei Filmen, die thematisch an medizinischen Frage- und Problemstellungen interessiert sind und in der Auseinandersetzung mit Körperlichkeit, Krankheit, Tod und Wahnsinn möglicherweise sogar eigene „medizinische Schreibweisen“ (Pethes/Richter) entwickeln.
Zeitlich liegt der Schwerpunkt der Lehrveranstaltung auf literarischen Werken und Filmen seit 1900, wobei je ein Text aus der Moderne und der Gegenwart miteinander gepaart werden. Auf Grundlage der methodologischen Lektüren besprechen wir u.a. Gedichte von Gottfried Benn und Ulrike Draesner, Erzähltexte von Thomas Mann und Christa Wolf, dramatische Werke von Arthur Schnitzler und Elfriede Jelinek, sowie die Filme "Das Cabinet des Dr. Caligari" und "Barbara".

Insgesamt werden also in der EU „Einführung in die Literaturwissenschaft“
- methodische Grundlagen sowie das dazugehörige literaturwissenschaftliche Begriffsinventar erarbeitet und angewendet, um eine systematische Beschreibung und Analyse literarischer Texte zu ermöglichen,

- literarische Texte intensiv gelesen und nach literaturwissenschaftlichen Kategorien beschrieben und analysiert,

- Sensibilität und Problembewusstsein im Umgang mit literarischen Texten gefördert, um einen selbständigen, reflektierten und kritischen Umgang mit literarischen Texten zu ermöglichen,

- Grundkenntnisse in der Editionswissenschaft vermittelt,

- Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens in der Literaturwissenschaft vermittelt und an konkreten Aufgabenstellungen praktisch erprobt,

- Bewusstsein und Verantwortung für eine Ethik des wissenschaftlichen Handelns (Stichwort: Plagiat) geschaffen.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

1. Regelmäßige Anwesenheit + aktive Mitarbeit
2. Termingerechte Lektüre der Pflichtliteratur
3. Schriftliche Hausübungen
4. Schriftlicher Zwischentest oder andere schriftliche Prüfungsarbeiten wie z.B. Exposés, Textanalysen, Mini-PS-Arbeiten
5. Schriftlicher Abschlusstest

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Auswahl methodische Literatur (in UB online verfügbar bzw. zur Anschaffung empfohlen):
Felsner, Kristin, Holger Helbig und Therese Manz: Arbeitsbuch Lyrik. 2., aktual. Aufl., Berlin: Akademie Verlag 2012.
Martínez, Matías und Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. 11., überarb. und aktual. Aufl., München: Beck 2019. [oder neuere Auflage]
Schößler, Franziska: Einführung in die Dramenanalyse. 2., aktual. und überarb. Aufl., Stuttgart: Metzler 2017.
Weitere benötigte Literatur wird auf Moodle bereitgestellt.

 

Prüfungsstoff

Siehe die obigen Sektionen.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.

- aktive Mitarbeit (max. drei Fehleinheiten)

- termingerechte Erledigung aller Hausübungen
- Teilleistung I: Zwischentest als Take Home Exam (50% der Gesamtnote; muss positiv beurteilt werden, d.h. 26 von 50 erreichbaren Punkten)

- Teilleistung II: Abschlusstest (50% der Gesamtnote; muss positiv beurteilt werden, d.h. 26 von 50 erreichbaren Punkten)

Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden. Ab 52 Punkten ist die Gesamtnote positiv. Anmerkung zu Teilleistungen: Falls in den digitalen Modus gewechselt werden muss, wird der Abschlusstest als digitale schriftliche Prüfung (mit Prüfungsbogen zum Download) durchgeführt.

Ausführliche Beurteilung:
100 - 88 Punkte: sehr gut;
87 - 76 Punkte: gut;

75 - 64 Punkte: befriedigend;
63 - 52 Punkte: genügend;
51 – 0 Punkte: nicht bestanden.