Masterseminar DaZ: Sprachgebote
100199 SE 2025W
Vortragende:
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
In der Lehrveranstaltung werden schwerpunktmäßig die Themen Sprachgebote und Sprachverbote (Deutschgebote, Erstsprachverbote) behandelt. Obwohl der Fokus auf schulischen Bildungseinrichtungen liegt, werden wir uns auch mit Sprachgeboten und -verboten in der Öffentlichkeit sowie im Arbeitsumfeld beschäftigen. Es erfolgen zudem Auseinandersetzungen mit der österreichischen Sprachenpolitik (im Bildungsbereich) sowie mit den Themen Sprachenrechte und (Neo-)Linguizismus.
Ziele:* Die Studierende setzen sich theoretisch - und wenn gewünscht auch empirisch - mit dem Thema Sprachgebote und Linguizismus auseinander.
* Die Studierenden kennen gängige Argumentationslinien hinsichtlich Sprachgebote und sind in der Lage, diese zu identifizieren.
* Die Studierenden können die Argumente wissenschaftlich fundiert diskutieren und ggf. entkräften
* Die Studierende kennen die Grundzüge der österreichischen Sprachenpolitik (in Bildungseinrichtungen).
* Die Studierenden wissen über Sprachenrechte Bescheid.In der Lehrveranstaltung beschäftigen wir uns mit empirischen Daten aus verschiedenen Projektkontexten, darunter Interviews, Gruppendiskussionen und Videoaufnahmen aus dem Kindergarten. Darüber hinaus setzen wir uns mit Sprachgeboten auseinander, die im öffentlichen Diskurs (z. B. in den Medien) sowie in offiziellen Dokumenten thematisiert werden.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Teilleistungen:
a. Vorbereitung der Pflichtlektüre
b. Schriftliche Beantwortung von Fragen zur gelesenen Lektüre
c. Beteiligung an Gruppenarbeiten und Diskussionen
d. Erarbeitung einer Forschungsfrage für die Seminararbeit
e. Präsentation der Forschungsfrage
f. Verfassen eines Exposés zur Seminarrarbeit
g. Seminararbeit (Umfang: 25 Seiten Haupttext)
Literatur
Aygün-Sagdic, Gülden; Bajenaru, Oana; Melter, Claus (2015), Gedanken zum Verhältnis von Rassismus, nationalstaatlicher Diskriminierung und Neolinguizismus. ln: Thoma, Nadja; Knappik, Magdalena (Hrsg.), Sprache und Bildung in Migrationsgesellschaften. Machtkritische
Perspektiven auf ein prekarisiertes Verhältnis, Bielefeld: transcript, 119-130.
Prüfungsstoff
Inhalte und Teilleistungen der Lehrveranstaltung, siehe oben
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Verpflichtend sind neben der Anwesenheit das Erbringen der erforderlichen Teilleistungen, inkl. Textlektüre zur Vorbereitung, sowie die Abgabe einer schriftlichen Seminararbeit. Erwartet wird außerdem die Beteiligung an Gruppenarbeiten und Diskussionen zu unterschiedlichen methodischen und inhaltlichen Themen.
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten HaupttextDas Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Seminararbeit.
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
