Vorlesungs­verzeichnis

Masterseminar DaZ: Österreichische Sprachenpolitik im Bereich der Schule/der Bildungseinrichtungen

100199 SE 2023W

Ansicht in u:find »

Moodle

Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung ist ein Forschungsseminar, in dem alle Studierenden mündliche Befragungen zum Thema Sprachenpolitik in österreichischen Bildungseinrichtungen durchführen. In der LV erfolgt zunächst eine theoretische Einführung ins Thema österreichische Sprachenpolitik in der Schule bzw. anderen Bildungseinrichtungen (etwa Elementar- und Tertiärbereich). Danach werden die Grundlagen sowie einzelnen Schritte und Bestandteile einer empirischen Studie behandelt. Die letzten Einheiten sind der Zusammenfassung und Reflexion der Studienergebnisse gewidmet.

Die Student*innen erarbeiten im Laufe des Seminars eine Forschungsfrage zum Rahmenthema, die sie anschließend empirisch bearbeiten. Planung, Durchführung und Auswertung der empirischen Studien werden im Seminar begleitet.
Einzelne Arbeitsschritte, die Grundzüge der Seminararbeit sowie die Ergebnisse der empirischen Arbeiten werden in studentischen Präsentationen vorgestellt und im Plenum diskutiert und reflektiert.
Insbesondere Studierende, die in nicht-deutschen Sprachen Interviews durchführen können, sind eingeladen, an der Lehrveranstaltung teilzunehmen.

Für interessierte Studierende wird es auch die Möglichkeit geben, sich an der Pilotierung eines 2024 startenden FWF-Projektes zu beteiligen. Die Pilotierung betrifft Interviews mit Kindergartenkindern, Elementarpädagog*innen bzw. Erziehungsberechtigten, die auch in nicht-deutschen Sprachen durchgeführt werden können. Alle Einzelheiten dazu im Seminar bzw. gern per Email vorab.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

* schriftliche und mündliche Teilleistungen
* Präsentationen
* Seminararbeit

Unterstützendes Lernmaterial befindet sich auf Moodle.

 

Literatur

Dean, Isabel (2019): Die Kinder sagen, hier ist Muttersprache verboten.“ Neo-Linguizismus im Schulkontext, in: Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management, 2019, Vol.4 (1 and 2-2019), p.54-67.

de Cillia, Rudolf (2022): Österreichische Sprachenpolitik und Mehrsprachigkeit in der 2. Republik, in: Gruber, Oliver/Tölle, Michael (Hrsg.): 14 Thesen zu Sprache und Sprachenpolitik. Beiträge aus Österreich und Europa. Wien: ÖGB Verlag, 166-194.

de Cillia, Rudolf (2020): Sprache/n und Idenität/en, in R. de Cillia, R. Wodak, M. Rheindorf & S. Lehner (Hrsg.): Österreichische Idenditäten im Wandel. Empirische Untersuchungen zu ihrer diskursiven Konstruktion 1995-2015. Wiesbaden: Springer, 81-91.

Dirim, İnci (2021): Sprache und Integration, in: Altmayer, Claus/ Biebighäuser, Katrin/ Haberzettl, Stefanie/ Heine, Antje (Hrsg.): Handbuch Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Kontexte – Themen – Methoden. Stuttgart: J.B. Metzler, 88-101.

Dorostkar, Niku (2014): (Mehr-)Sprachigkeit in der österreichischen Sprachenpolik (Kapitel 3.2.), in: Ders. (2014): (Mehr-)Sprachigkeit und Lingualismus. Die diskursive Konstruktion von Sprache im Kontext nationaler und supranationaler Sprachenpolitik am Beispiel Österreich. Göttingen: V&R unipress, 136-172.

Fleck, Elfie. 2013. Zur Situation von lebensweltlich mehrsprachigen Schüler*innen. Aktuelle Lage und neuere Entwicklungen in der Bildungspolitik. In Rudolf de Cillia & Eva Vetter (Hgg.), Sprachenpolitik in Österreich. Bestandsaufnahme 2011, 9–28. Frankfurt am Main: Peter Lang.

Gruber, Oliver (2022): Integration durch Segregation? Die Grenzen getrennter Beschulung in Sprachklassen, in: Gruber, Oliver/Tölle, Michael (Hrsg.): 14 Thesen zu Sprache und Sprachenpolitik. Beiträge aus Österreich und Europa. Wien: ÖGB Verlag, 216-244.

Kremnitz, Georg (2017): Sprachenpolitische Entscheidungen zwischen Prestige und kommunikativer Bedeutung. Hintergründe möglicher Folgen. In: Ambrosch-Baroua, T./ Kropp, A. & J. Müller-Lance (Hrsg.): Mehrsprachigkeit und Ökonomie. Open Publishing LMU. München: Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität, 17-27.

Oeter, Stefan (2020). Sprachpolitik und Sprachenrechte. In I. Gogolin, A. Hansen, S. McMonagle & D. Rauch (Hrsg.), Handbuch Mehrsprachigkeit und Bildung (S. 329-334). Wiesbaden: Springer.

Schmid-Heher, Stefan (2016): Deutschpflicht in der Pause?, in: Forum Politische Bildung (Hrsg.): Informationen zur Politischen Bildung Nr. 39, Gesetze, Regeln, Werte, 63-72.

 

Prüfungsstoff

Inhalte und Teilleistungen der Lehrveranstaltung, siehe oben

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Verpflichtend
* Anwesenheit
* Erbringen der erforderlichen Teilleistungen inkl. empirische Ausarbeitung eines im Seminar behandelten Aspekts (40 Punkte)
* Ergebnispräsentation am Ende des Semesters (10 Punkte)
* Schriftliche Seminararbeit (50 Punkte)

Erwartet werden außerdem
* Beteiligung an Gruppenarbeiten und Diskussionen zu methodischen und inhaltlichen Themen
* Textlektüre zur Vorbereitung

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten Haupttext