Vorlesungs­verzeichnis

Bachelorseminar Sprachwissenschaft: Funktionsverbgefüge (und andere verbonominale Konstruktionen)

100190 SE-B 2026S

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Dienstag, 19.05.2026 18:30-20:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Deutsche verfügt über ein breites Spektrum verbonominaler Konstruktionen, in denen sich verbale und nominale Strukturen systematisch verschränken. Dazu zählen insbesondere Funktionsverbgefüge und verwandte Muster, die eine zentrale Schnittstelle zwischen Wortbildung, Syntax und Konstruktionalisierung bilden (etwa "in Beziehung setzen", "zur Geltung bringen" oder "zu Ruhm kommen"). Viele dieser Konstruktionen beruhen auf produktiven Nominalisierungsstrategien und zeigen zugleich charakteristische grammatische und semantische Spezialisierungen.

Das Seminar untersucht die formalen und funktionalen Eigenschaften verbonominaler Konstruktionen im Neuhochdeutschen sowie ihre diachrone Entwicklung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie solche Muster im Spannungsfeld von Lexikon und Grammatik organisiert sind und wie sie sich aus konstruktionsgrammatischer Perspektive beschreiben lassen. Komplexe Präpositionen werden als benachbartes Phänomen einbezogen, um übergreifende Prozesse der Konstruktionalisierung sichtbar zu machen.

Die Studierenden analysieren verbonominale Strukturen anhand authentischer Sprachdaten und arbeiten mit historischen und gegenwartsbezogenen Korpora. Begleitend setzen sie sich mit zentralen theoretischen Ansätzen auseinander und diskutieren aktuelle Forschungsliteratur. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die Systematik verbonominaler Konstruktionen zu entwickeln und ihre Bedeutung für die Organisation der Grammatik des Deutschen einzuordnen.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.

Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Bachelorarbeiten 30 Seiten Haupttext

Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Bachelorarbeit.