Vorlesungs­verzeichnis

ÄdL: Alexander: Spiel mir das Lied vom Tod

100190 PS 2024S

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Moodle

Vortragende:

Nächster Termin

Mittwoch, 26.06.2024 11:30-13:00 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Nicht nur in unserer Zeit ist die Gestalt Alexanders des Großen (356 v. Chr. - 323 v. Chr.) für Geschichte, Literatur und Film eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration, auch das Mittelalter kannte Erzählungen und Texte zu den Taten Alexanders, die nicht nur von großem militärischem Geschick, sondern auch von der Grausamkeit des makedonischen Königs und Begründers des hellenistischen Weltreichs zeugen. Sowohl die romanhaft-phantastische, als auch die historiographische Alexandertradition der Antike wirkten auf die mittelalterliche Rezeption und mündeten im Antikenroman, einem Subtypus des mittelalterlichen Romans, der sich durch Mediaevalisierung antiker Verhältnisse, d.h. die Anpassung des antiken Stoffes an mittelalterliche Verhältnisse auszeichnet.

Im Proseminar beschäftigen wir uns mit dem Alexanderlied des Pfaffen Lambrecht (um 1155/1160) in der Überlieferung der Vorauer (Cod. 276) und der Straßburger (ehem. C.V. 16.6.4°) Handschrift, die sich sowohl in Länge, als auch in Wertung der Alexanderfigur und unterschiedlicher Betonung irdischer bzw. geistlicher Aspekte unterscheiden. Um dieses Spannungsfeld nachvollziehen zu können, sind zur Vorbereitung auf die einzelnen Einheiten sowohl die Primärtexte, als auch ausgewählte wissenschaftliche Sekundärtexte zu lesen und vorzubereiten. Solide Mittelhochdeutsch-Kenntnisse werden vorausgesetzt.

Nach erfolgreicher Absolvierung der LV sind die Studierenden in der Lage, die unterschiedlichen Fassungen des Alexanderlieds unter dem Aspekt der (Fassungs-)Varianz zu betrachten. Anhand von wissenschaftlicher Sekundärliteratur können sie die Fassungen historisch und überlieferungsgeschichtlich einordnen und aus der Engführung von Primär- und Sekundärliteratur eine tragfähige Fragestellung für die schriftliche Arbeit entwickeln.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Aktive Mitarbeit
- Vor- und Nachbereitung (z.B. Lektüreprotokolle, Analyseaufgaben, Hausübungen, Exposé)
- Proseminararbeit (Abgabetermin: 21. Juli 2024, 23:59 Uhr)

Die Abgabe einer schriftlichen Proseminararbeit im Ausmaß von 15 Seiten Haupttext ist für den positiven Abschluss der Lehrveranstaltung verpflichtend. Zur Sicherstellung der guten wissenschaftlichen Praxis kann nach Abgabe der schriftlichen Arbeit ein Plausibilisierungsgespräch stattfinden.

Plagiat / KI: Die Verwendung von KI-Tools (z.B. ChatGPT) für die Produktion von Texten ist nur dann erlaubt, wenn dies von der Lehrveranstaltungsleitung ausdrücklich gefordert wird (z.B. für bestimmte Arbeitsaufgaben). Werden technische Hilfsmittel wie KI-Chatbots für Leistungsnachweise in dieser LV verwendet, so müssen Quellen, Prompts, Outputs und Modifikationen jeweils im Anhang angeführt bzw. gekennzeichnet werden - Plagiate sind in keinem Fall erlaubt, die Studierenden sind selbst verantwortlich für die jeweils abgegebenen Texte!

Für die Plagiatsprüfung wird das Turnitin-Plugin in Moodle verwendet. Alle schriftlichen Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Zur Anschaffung empfohlen: Lienert, Elisabeth (Hg.): Pfaffe Lambrecht: Alexanderroman. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Reclam 2007.

Weitere Literatur wird auf moodle zur Verfügung gestellt.

 

Prüfungsstoff

Neben der abschließenden Proseminararbeit zählen weitere Formen der Mitarbeit zur Gesamtnote (s.o.)

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderungen: Anwesenheit; Proseminararbeit; gewissenhafte Vor- und Nachbereitung in Form von Lektüreprotokollen, Analyse-, Lektüre- und Hausaufgaben, aktiver Mitarbeit, Diskussionsbeiträgen

Anwesenheit: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Die Anwesenheitspflicht besteht sowohl bei Präsenzlehre als auch bei etwaigen Digital-Terminen. Sie dürfen höchstens 2 Termine versäumen, versäumte Inhalte sind eigenständig nachzuholen.

Beurteilungsmaßstab: Proseminararbeit: max. 650 Punkte; Teilleistungen: max. 350 Punkte
Für ein positives Gesamtergebnis müssen insgesamt mindestens 600 Punkte erreicht werden.
Darüber hinaus gilt folgender Punkteschlüssel für die Gesamtnote
1000 – 930 Sehr gut
929 – 860 Gut
859 – 730 Befriedigend
729 – 600 Genügend
< 600 Nicht genügend

Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.