Vorlesungs­verzeichnis

DaF/Z: mit*Sprache/n im Fachunterricht: Wissenschaftl. Arbeiten in sprachlich heterogenen Klassen

100186 SE 2026S

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Vortragende:

Nächster Termin

Mittwoch, 18.03.2026 15:00-16:30 Seminarraum 1 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalte, Ziele, Methoden

In diesem Seminar setzen wir uns mit unterschiedlichen Konzepten und Methoden zum wissenschaftlichen Arbeiten in der Schule auseinander und gehen der Frage nach, wie in allen Fächern Wissenschaftsorientierung und wissenschaftliche Kompetenzen gefördert werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der systematischen Verschränkung von sprachlichem und fachlichem Lernen und auf einer mehrsprachig ausgerichteten Wissenschaftspropädeutik. Schüler*innen sollen ihr gesamtes sprachliches Repertoire einsetzen und als Ressource nutzen lernen.

Die Seminarteilnehmer*innen entwickeln Projekte zu einzelnen Aspekten wissenschaftlichen Arbeitens in der Schule, die im Rahmen des Erasmus+-Projekts STEM ADVOCATES durchgeführt und deren Dokumentation und Ergebnisse auf der Projektwebsite https://stem-advocates.eu/ veröffentlicht werden können. Dabei kann es sich um wissenschaftspropädeutische Materialien für Lehrer*innen oder Schüler*innen handeln oder um Veranstaltungen, die im schulischen Rahmen umgesetzt werden können.

Wir bauen auf den Erfahrungen und Erkenntnissen auf, die seit Einführung der Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) gewonnen wurden, und setzen uns mit den unterschiedlichen Formaten der ABA, der Abschließenden Arbeit https://www.ahs-aba.at/, auseinander, die die VWA im Schuljahr 2024/25 abgelöst hat. Auch neue ABA-Formate wie Podcasts, Videos oder Kunstausstellungen können im Sinne der Wissenschaftsförderung gestaltet werden.

Wir beschäftigen uns im Seminar mit folgenden Themen:
* Konzepte und Modelle der Wissenschaftspropädeutik in der Schule
* Schulische Maßnahmen gegen Wissenschaftsskepsis und Wissenschaftsfeindlichkeit
* Bildungssprache – Fachsprache – Wissenschaftssprache
* Mehrsprachigkeitsförderung in allen Fächern
* Sprache im Fach - sprach(en)bewusst unterrichten
* Förderung der Textkompetenz
* Schreibberatung und Schreibförderung
* Künstlerisches Forschen
* Künstliche Intelligenz (KI) und wissenschaftliches Arbeiten

Methoden:
Impulsvorträge, Präsentationen und Diskussionen, Lektüre und Arbeitsaufträge in Einzelarbeit und Kleingruppenarbeit

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

* Ausarbeitung von Unterrichtsmaterialien oder Projekten
* Peer-Feedback zu Materialien bzw. Projekten der Mitstudierenden
* Abschlussarbeit mit projektbezogenen Materialien zur Förderung wissenschaftlicher Kompetenzen unter besonderer Berücksichtigung von DaZ und Mehrsprachigkeit

Wichtiger Hinweis: Das Verfassen der Arbeit muss eigenständig und transparent nach den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis der Universität Wien ablaufen. Daher müssen am Ende des Schreibprozesses und vor der Beurteilung „alle genutzten Hilfsmittel dokumentiert“ werden. Details sind in den „Guidelines der Universität Wien zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Lehre“ zu finden: https://phaidra.univie.ac.at/detail/o:2092606 (siehe insbes. S. 36-40). KI-Werkzeuge dürfen eingesetzt werden. Ihre Verwendung muss dokumentiert und nachvollziehbar gemacht werden. Die Details der Nutzung von KI werden auch im Seminar besprochen.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Zur Einführung empfohlen:

Buck, Isabella (2025): Wissenschaftliches Schreiben mit KI. UVK.

Decker, Lena; Guschker, Birgit; Hensel, Sonja; Schindler, Kirsten (2021): Wissenschaftliches Schreiben lernen in der Sekundarstufe II. Bielefeld: wbv.

Esterl, Ursula & Wetschanow, Karin (Hg., 2014): ide. informationen zur deutschdidaktik. Zeitschrift für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule, H. 4.

Knorr, Dagmar (2019), Sprachensensibles Kompetenzmodell wissenschaftlichen Schreibens. Zeitschrift für Interkulturellen
Fremdsprachenunterricht 24: 1, 165–179. https://zif.tujournals.ulb.tu-darmstadt.de/article/id/3182/

Scharlau, Ingrid; Karsten, Andrea; Haacke-Werron, Stefanie (Hg.) (2022). Reflexive Schreibwissenschaft: Disziplinäre und praktische Perspektiven. Bielefeld: wbv Media. https://doi.org/10.3278/9783763972524.

Schmölzer-Eibinger, Sabine; Bushati, Bora; Ebner, Christopher; Niederdorfer, Lisa (2018): Wissenschaftliches Schreiben lehren und lernen. Diagnose und Förderung wissenschaftlicher Textkompetenz in Schule und Universität. Münster: Waxmann. [Online verfügbar: https://ubdata.univie.ac.at/AC15182805]

Grundlegende Informationen:
http://www.ahs-aba.at/

 

Prüfungsstoff

Inhalte der Lehrveranstaltung (für Details siehe Moodle)

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die abschließende Beurteilung setzt sich aus folgenden Leistungen zusammen:
* 25 % Ausarbeitung von Unterrichtsmaterialien (Abgabe im Lauf des Semesters)
* 15 % Feedback zu den Entwürfen von Materialien anderer Studierender (Abgabe im Lauf des Semesters)
* 60 % Schriftliche Abschlussarbeit mit projektbezogenen Materialien zur Förderung wissenschaftlicher Kompetenzen unter besonderer Berücksichtigung von DaZ und Mehrsprachigkeit, die unter Bezugnahme auf eine übergeordnete Fragestellung diskutiert und kontextualisiert werden. (Abgabe bis 31.07.2026)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Abschlussarbeit.