Vorlesungs­verzeichnis

Editionsphilologie

100173 UE 2025W

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Vortragende:

Die beiden Termine 14.11.2025 und 9.1.2026 (13:00–16:00) finden als Workshops in der Wienbibliothek im Rathaus statt.

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

„Editionen sind unverzichtbar für die Wissensbildung“ (Bodo Plachta), und sie bilden die Grundlage jeglicher philologischer Forschung. Die Lehrveranstaltung stellt die verschiedenen Formen von Editionen vor, mit zwei Schwerpunkten: Zum einen werden aktuelle digitale Editionsprojekte vorgestellt, zum anderen können anhand historischer Bestände der Wienbibliothek im Rathaus Einblicke in die editorische Werkstatt gewonnen und an unveröffentlichtem Material Praxiswissen erlangt werden.
Weite Übungsinhalte umfassen die Kommentierung edierter Texte, digitale Textkodierung mit dem TEI-Standard, Transkription, textgenetische Rückschlüsse aus dem Archiv und archivalische Materialbeschreibung. Ziel der Lehrveranstaltung ist ein umfassender Einblick in die Praxis des Edierens sowie ein Kennenlernen digitaler Editionen als wichtiger Teil der Digital Humanities.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mündliche Präsentationen, Portfolio der schriftlichen Übungen und Textaufgaben (u.a. Leseprotokolle, editorische Praxis/Übungen, Rezension)

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Pflichtlektüre:
*Plachta, Bodo: Editionswissenschaft. 3. erg. u. akt. Auflage. Stuttgart: Reclam 2013.

Weiterf. Lit.:
*https://edlex.de (Online-Editionslexikon; nicht vollständig)
*Dürr, Claudia u. Wolfgang Straub: Kofler kommentieren. In: dies. (Hg.): Werner Kofler. Kommentierte Werkausgabe (Prosa). Bd. 1. Wien: Sonderzahl 2018, S. 717–727.
*Jannidis, Fotis, Hubertus Kohle u. Malte Rehbein (Hg.): Digital Humanities. Eine Einführung. Stuttgart: Metzler 2017.
*Langkabel, Isabel: Historisch-kritisch edieren. Zur Problematik digitaler und analoger Editionsformen im 21. Jahrhundert. In: editio, Jg. 38 (2024), Nr. 1, S. 201–212. https://doi.org/10.1515/editio-2024-0012
*Martens, Gunter: Wörterbuch der Editionsphilologie. Ein Aufriss der anstehenden Probleme und Fragen. In: ders. (Hg.): Editorische Begrifflichkeit: Überlegungen und Materialien zu einem „Wörterbuch der Editionsphilologie“. Berlin, Boston: De Gruyter, 2013, S. 11–26. https://doi.org/10.1515/9783110337822.11
*Plachta, Bodo: Editionswissenschaft. Handbuch zu Geschichte, Methode und Praxis der neugermanistischen Edition. Stuttgart: Anton Hiersemann Verlag 2020.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Alle Aufgaben und Teilleistungen wie mündliche Präsentationen und Übungen (z.B. Lektüreprotokoll, Rezension) müssen termingerecht erbracht werden. Schwerpunkt der Beurteilung liegt auf dem Portfolio, das die schriftlichen Übungen während des Semesters zusammenfasst und mit dem die editorische Praxis anhand von originalem Archivmaterial schriftlich dargelegt wird.

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.