Vorlesungs­verzeichnis

Sprachgeschichte des Deutschen: Namen im Deutschen

100171 KO 2026S

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Nächster Termin

Mittwoch, 18.03.2026 13:15-14:45 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Namenkunde steht zusammen mit Sprachgeschichte und Dialektologie am Beginn der modernen Sprachwissenschaft in der ersten Hälfte des 19. Jhs. Den Arbeiten ihres Gründers Ernst Förstemann gemäß beschäftigte sie sich lange Zeit primär mit den „Königsdiziplinen“ Anthroponyme und Toponyme. Spätestens seit dem Siegeszug des Strukturalismus begann auch eine detaillierte Beschäftigung mit dem Namen als sprachlichem Zeichen. In den letzten Jahrzehnten wurden nicht nur neue Ansätze in der Namentheorie verfolgt, sondern auch bisher wenig beachtetes Namenmaterial untersucht, zB Namen von Medikamenten, Sternen u.a.m. Ein grundlegendes Kapitel sind die Quellenkunde und die Erfassung von Namen, etwa in moderneren Quellen wie der "Statistik Austria". Auch flächendeckende Namenuntersuchungen, etwa der Flurnamen in einer bestimmten Gemeinde, sind ein wichtiges Forschungsinstrument.
Die LV soll nicht nur einen Überblick über die traditionelle Namenkunde bieten, sondern auch in moderne Forschungsgebiete sowie Forschungsdesiderata einführen, insbesondere auf dem Gebiet des heutigen Österreich.
Behandelt wird u.a.:
- Namentheorie, z.B. „Bedeutung“ des Namens, Nomem, handlungsorientierter Ansatz u.a.m.
- Namenarten, zB Personennamen, Ortsnamen (auch Berg-, Gewässernamen), Warennamen, - Namen von politischen Ereignissen,
Pflanzennamen u.a.m.
- Familiennamen und Ortsnamen in Österreich
- Namenerhebungen und –quellen
- Volksetymologie, zB „Hütteldorf“ = ‚Dorf mit /aus Hütten‘
- Namen und Ideologie, zB „Chemnitz“ > „Karl-Marx-Stadt“
- Desiderata: Vornamenvergabe, Namenverarbeitung mit Computer, Namen im Internet, Namen und Korpuslinguistik etc.
Die LV soll einen Überblick über verschiedene Forschungsbereiche geben.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Es findet eine schriftliche Prüfung statt. Für die Endklausur dieser Lehrveranstaltung wird eine Verbesserungsmöglichkeit eingeräumt. Wenn Sie bei der Endklausur am 17.6.2026 teilgenommen haben und Ihre Leistung dort nicht für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung ausreicht, dürfen Sie am Wiederholungstermin am 24.6.2026 teilnehmen. Es zählt das Ergebnis des Wiederholungstermins.

Der Einsatz von KI ist in jeder Form untersagt.Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Wird ab der 1. Einheit laufend bekannt gegeben; selbstständiges Bibliografieren notwendig.

 

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff ist alles, was im Kurs vom Leiter oder den Studierenden behandelt wird. Die Folien der Referat werden auf Moodle zugänglich gemacht.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.

Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.

Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit (= 17.3.2026) möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Die Leistungsfeststellung erfolgt über mehrere, auch während des Semesters zu erbringende Leistungen. Am Ende des Semesters steht eine mündliche Prüfung über die erarbeiteten Inhalte und die Semesterlektüre.

Beurteilungsgrundlage: Referat, Mitarbeit, Übungen, Schlussprüfung.