Vorlesungs­verzeichnis

Sprachgeschichte des Deutschen: Deutsch als Minderheitensprache in Lateinamerika

100170 KO 2024S

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Donnerstag, 06.06.2024 09:45-11:15 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die deutschsprachige Einwanderung nach Lateinamerika ist in der öffentlichen Wahrnehmung ein Randphänomen, das häufig mit Fluchtmigration während und nach dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich sind bereits im 16. Jahrhundert deutschsprachige Seeleute, Söldner und Handwerker belegt, die in der Karibik, in Mexiko oder im heutigen Bolivien im Bergbau und anderen Bereichen tätig waren. Vor allem aber während der deutschen Massenauswanderung im 19. Jahrhundert, die größtenteils in die USA stattfand, ließen sich hunderttausende Deutschsprachige in Südamerika, v.a. in Brasilien, Argentinien und Chile Ziele nieder.
Aus sprachwissenschaftlicher und soziolinguistischer Perspektive stellen sich die deutschsprachigen Minderheiten in Lateinamerika heute als vielschichtiger und äußerst heterogener Untersuchungsgegenstand dar, der bislang in der Forschung wenig Beachtung findet. In diesem Seminar wird ein historischer Überblick erarbeitet, bevor einige Minderheiten eingehender betrachtet werden. Im Zuge dessen beschäftigen wir uns v.a. auch mit soziolinguistischen Fragen der Beschreibung und Untersuchung solcher Minderheiten im Kontext von Sprachinselforschung, Mehrsprachigkeit und Deutsch als Fremdsprache.
Zentral ist dabei die gemeinsame Textarbeit, die durch Vorbereitung der Texte und gemeinsame Besprechung in den Sitzungen erfolgt. Ergänzt wird dies durch Impulsvorträge des Dozenten und kurze Präsentationen der Studierenden.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Studierenden nehmen regelmäßig an der Lehrveranstaltung teil, bereiten die zu lesenden Texte eigenständig vor, beteiligen sich an den Diskussionen. Hinzu kommen kurze Präsentationen im Laufe des Semesters. Abgeschlossen wird die Lehrveranstaltung durch mündliche Prüfungsgespräche, für welche die Studierenden eigene Schwerpunkte in der Themenwahl setzen können.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Hilfsmittel sind nicht erlaubt; der Einsatz von KI wie ChatGPT ist ausdrücklich untersagt.

 

Literatur

Die Literatur wird ab Beginn des Seminars über Moodle bekanntgegeben.

 

Prüfungsstoff

Prüfungsrelevant sind die Texte, die zu den jeweiligen Sitzungen zu lesen sind, sowie die in den Sitzungen erarbeiteten Inhalte.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Die Leistungsfeststellung erfolgt über mehrere, auch während des Semesters zu erbringende Leistungen. Am Ende des Semesters steht eine mündliche Prüfung über die erarbeiteten Inhalte und die Semesterlektüre.