Masterseminar Sprachwissenschaft
Sprachgeschichte: Wortgeschichte(n)
100169 SE 2025S
Vortragende:
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Wörter gehören zu den sprachlichen Universalien: Jede natürliche Sprache scheint so etwas wie Worteinheiten zu kennen. Sprachliche Veränderung wird sofort anhand von Wortschatzerneuerungen bemerkt: Neue Wörter entstehen oder werden in eine Sprache aufgenommen, bisher gewohnte Wörter veralten und verschwinden. Dies ist mit dem Entstehen neuer Artefakte wie Handys verbunden, aber auch mit neuen oder gewandelten geistigen Vorstellungen wie dem Wahlrecht. In der Gegenwart können vielfältige Beziehungen auf der Wortebene beobachtet werden wie "Semantische Kämpfe", politisches Framing, "Fake News", Diskussion von "Leitbegriffen", Entstehen von Neologismen u.a.m.
Die Lehrveranstaltung soll Einblicke in diese Veränderungsprozesse geben. Aber auch in der deutschen Sprachgeschichte sind vielfältige Abläufe dieser Art zu beobachten: Im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit erweiterte sich der deutsche Wortschatz u.a. in den Bereichen Höfisches Leben, Bankwesen und Handel. Im 18. Jahrhundert setzte sich endgültige die deutsche Volkssprache in Verwaltung und Gelehrsamkeit durch. Immer wieder kam zu „Fremdwortjagden“ und damit verbundenen Hassvorstellung gegen andere Kulturen und Staaten. Seit den 1980er Jahren setzen sich englische Fremdwörter in den Fachbereichen Technik (Computer, Medien usw.) durch, auch dagegen entstanden und entstehen Abwehrreaktionen. Hinzu kommen die verschiedenen Varietäten des Deutschen als Standsprache(n), Regionalsprachen und Dialekten sowie Spezialwortschätze etwa in Jugendsprachen.
Sprache existiert bekanntlich nicht ohne den Menschen, sie entsteht und wandelt sich durch den Sprachgebrauch. So gesehen soll die LV auch als Beschäftigung mit Kultur- und Geistesgeschichte verstanden werden.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Literatur
Literatur wird ab der ersten Einheit laufend bekanntgegeben; selbstständiges Bibliografieren notwendig.
Prüfungsstoff
Es werden keine Prüfungen abgehalten.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.
Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten HaupttextDas Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Seminararbeit.Modul V Masterseminar mit Zusatzleistung aus dem Master Deutsche Philologie (12 ECTS): Für die Aufwertung des Seminars um 6 ECTS muss eine verpflichtende schriftliche Mehrleistung (10 Seiten Haupttext) erbracht werden, d.h. es muss eine Seminararbeit im Umfang von 30 Seiten Haupttext verfasst werden.Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
