Vorlesungs­verzeichnis

Masterseminar Sprachwissenschaft: Grammatik von Eigennamen

100168 SE 2015W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im System der Wortarten nehmen Eigennamen eine besondere Stellung ein. Sie veweisen monoreferentiell, d. h. eindeutig auf ein Objekt, wodurch sie sich auch grammatisch häufig anders verhalten als andere (nominale) Wortklassen. So können Eigennamen bspw. nur selten in den Plural gesetzt werden, sie haben (fast) kein Flexionsverhalten und folgen auch ansonsten eigenen phonologischen, morphologischen und syntaktischen Prinzipien. Hinzu kommt die besondere Relevanz des Eigennamens für den entsprechenden Referenten, die sich beispielsweise in einer differenzierten Namensgebung bei Personen, Tieren oder Waren widerspiegelt.

Anhand der einschlägigen Forschungsliteratur behandelt das Seminar die Wortklasse der Eigennamen im Deutschen unter verschiedenen linguistischen Aspekten. Im Zentrum stehen hierbei semantische, morphologische, syntaktische und pragmatische Aspekte der Eigennamenverwendung bei unterschiedlichen Namentypen (Personen, Städte, Flüsse, Waren, Länder, Tiere etc.). Daneben werden auch Aspekte der Eigennamenverwendung in den historischen Sprachstufen des Deutschen, in den verschiedenen (regionalen) Varietäten wie auch in anderen Sprachen behandelt.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Impulsreferat (10 Minuten) + Seminararbeit (ca. 25 S.).

 

Literatur

- Nübling, Damaris / Fahlbusch, Fabian / Heuser, Rita (2012): Namen. Eine Einführung in die Onomastik. Tübingen: Narr (Narr Studienbücher).
- Debus, Friedhelm (2012): Namenkunde und Namengeschichte. Berlin: Erich Schmidt (Grundlagen der Germanistik. 51).