Vorlesungs­verzeichnis

NdL: Politik & Protest: Volksstück und Volkstheater

100167 SE-B 2023W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Volksstücke und Volkstheater haben oft einen politischen Anspruch, protestieren gegen politische Systeme und gesellschaftliche Hierarchien, befragen Gewalt- und Machtverhältnisse und verweisen auf Ausgrenzung und Marginalisierung – mit den Mitteln von Komik und Subversion.
Wir befassen uns mit diesen Themen anhand von ausgewählten Theatertexten von Ferdinand Raimund, Johann Nestroy, Ödön von Horváth, Peter Turrini, Elfriede Jelinek und Werner Schwab.
Im Kontext des politischen Anspruchs dieser Theatertexte sind auch Aspekte zu untersuchen wie dramatische Form, Sprache und Sprachkritik, Musik und deren Funktion, der Umgang mit Körperlichkeit sowie der Aufführungszusammenhang (Aufführungsstil und theatrale Spielweisen). Von besonderem Interesse sind die Formen der Komik als subversive Strategien. Auch auf die Rezeption (Skandalisierungen etc.) soll eingegangen werden.
Ziel ist die Bachelor-Arbeit, die im Verlauf des Semesters sukzessiv gemeinsam erarbeitet werden soll. Formen der Erarbeitung sind auch Gespräche, die in Form von "Podiumsdiskussionen" den wissenschaftlichen Austausch über die Werke befördern sollen.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Verfassen eines Exposés; Abgabe der Gliederung der Arbeit
- Präsentationen und Teilnahme an den Diskussionen
- Regelmäßige Anwesenheit
- Schriftliches Arbeit, Abgabe bis spätesten 29.2.2024 in ausgedruckter Form
Die Verwendung von KI ist nicht erlaubt.

 

Literatur

- Hugo Aust, Peter Haida, Jürgen Hein: Volksstück. München: C. H. Beck 1989.
- Jürgen Hein: Das Wiener Volkstheater. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2000.
- Thomas Schmitz: Das Volksstück. Stuttgart: Metzer 1990.
- Uwe Wirth: Komik. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart: Metzler 2017.

 

Prüfungsstoff

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Umfang der Abschlussarbeiten: Bachelorarbeiten 30 Seiten Haupttext