Vorlesungs­verzeichnis

NdL: Jedermann - keine Frau? Frauen bei den Salzburger Festspielen

100163 KO 2023W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Salzburger Festspiele wurden 1920 mit Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" in der Inszenierung von Max Reinhardt auf dem Salzburger Domplatz begründet. Seither gelten sie als das weltweit wichtigste Festival für Oper, Schauspiel und Konzert.
Im Konversatorium werden wir neue Blicke auf die Geschichte und Gegenwart der Salzburger Festspiele werfen und nach der (Un-)Sichtbarkeit von Frauen bei diesem Festival fragen – bei einem Festival, das von seiner Gründung her als patriarchal-konservatives, katholisches Konstrukt lesbar ist.
Wir werden die Abwesenheit/Präsenz und den Stellenwert von Frauen in Programm und Programmatik der Salzburger Festspiele analysieren, wir werden untersuchen, ob bzw. ab wann es Frauen als Organisatorinnen, Autorinnen und Komponistinnen bei den Festspielen gegeben hat, und wir werden uns die (traditionellen bzw. stereotypen) Frauenbilder anschauen, die dieses Festival durch die Zeiten - z.B. mit Aufführungen des "Jedermann" und mit Opernproduktionen - produziert hat.
Ziel ist es, gemeinsam in Form von Berichten, Gesprächen und Diskussionen das Bewusstsein für Gender-Aspekte bei den Salzburger Festspielen zu schärfen, Impulse für neue Forschungsansätze zu erarbeiten sowie Visionen für andere, gender-bewusstere Salzburger Festspiele zu entwickeln.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Aktive Mitarbeit
- Diskussionsbeiträge
- Diskussionspapier, wissenschaftlicher Essay
- Mündliche Abschlussprüfung
Die Verwendung von KI ist nicht erlaubt.

 

Literatur

Zur Einführung (Salzburger Festspiele):
- Die Salzburger Festspiele (Archiv): https://archive.salzburgerfestspiele.at/archiv
- Robert Hoffmann (Hg.): Festspiele in Salzburg. Quellen und Materialien zur Gründungsgeschichte. Band 1: 1913-1920. Wien: Böhlau 2020.
- Martin Hochleitner, Margarethe Lasinger (Hg.): Große Welttheater. Katalog zur Landesausstellung 100 Jahre Salzburger Festspiele. Salzburg: Residenz 2020.

 

Prüfungsstoff

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Die Leistungsfeststellung erfolgt über mehrere, auch während des Semesters zu erbringende Leistungen. Am Ende des Semesters steht eine mündliche Prüfung über die erarbeiteten Inhalte und die Semesterlektüre.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').