Vorlesungs­verzeichnis

Masterseminar NdL: Der Schlaf in der Literatur: Aufklärung, Moderne, Gegenwart

100160 SE 2023W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Schlaf und Schlaflosigkeit sind nicht nur Alltagsphänomene, sondern auch Gegenstände der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung. Im Anschluss an die Arbeiten des Kunst- und Medientheoretikers Jonathan Crary und die Publikationen des Historikers Roger Ekirch zu den Schlafgewohnheiten der Vormoderne erlebt das neu entstandene Feld der "critical sleep studies" seit einigen Jahren eine Hochkonjunktur, die bis in die Literaturwissenschaften hinein ausstrahlt. Lange sind vor allem literarische Träume gedeutet und traumähnliche Textstrukturen beschrieben worden. Aber nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf ein viel breiteres Spektrum an liminalen Zuständen, die in vielen Fällen nicht nur kultur- und wissenshistorisch erschlossen werden müssen, sondern auch Fragen der literarischen Darstellbarkeit aufwerfen und ausloten. Zu denken ist hier etwa an Zustände wie Halbschlaf, Trance, Schlafwandeln, Schlaflosigkeit, Schlummer, pharmazeutisch induzierter Schlaf, Einschlafen und Aufwachen, sowie an Erschöpfung und Müdigkeit. Konkret nähert sich das Seminar diesen Zuständen durch exemplarische Analysen von historisch wandelnden Vertextungsmodi an. Es geht also nicht um die Schlafphänomene selbst, sondern darum, wie in der Literatur über sie gesprochen wird und werden kann. Dabei konzentriert sich das Seminar auf ausgewählte Texte aus der Zeit um 1800, um 1900 und der Gegenwart. Insgesamt öffnet das Seminar so ein Feld, auf dem es in der Literatur noch viel zu entdecken gibt.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Teilnahme. Übernahme einer Expertenrolle. Exposé mit Bibliographie. Hausarbeit (25 Seiten Haupttext).

 

Literatur

Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

 

Prüfungsstoff

Seminarthemen.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten Haupttext

Modul V Masterseminar mit Zusatzleistung aus dem Master Deutsche Philologie (12 ECTS): Für die Aufwertung des Seminars um 6 ECTS muss eine verpflichtende schriftliche Mehrleistung (10 Seiten Haupttext) erbracht werden, d.h. es muss eine Seminararbeit im Umfang von 35 Seiten Haupttext verfasst werden.

Die Verwendung künstlicher Intelligenz bei Leistungskontrollen ist nicht zulässig.