Vorlesungs­verzeichnis

Ältere deutsche Literatur: Wirnts von Grafenberg Wigalois - Übersetzung und Deutung

100160 MA 2009W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der noch zur Zeit der hochhöfischen Klassik entstandene Artus-Roman Wigalois (ca. 1208-1220) von Wirnt von Grafenberg zählt zu einer Familie von europäischen Romanen der "matière de Bretagne", deren Held stets ein jüngerer Verwandter des besten Tafelrundenritters, Gawan, ist. Eine geradlinige Karriere ohne Brüche und Doppelweg steht dem jungen Ritter bevor, bis er in einer verzauberten Anderwelt seine künftige Braut befreit. Das Muster von Suche nach dem Vater, einer typischen Reihe von Bestätigung-Aventiuren und Erlösungstat findet sich auch in einer Reihe von französischen, englischen und deutschen Erzählvarianten, die im Seminar einbezogen werden sollen. Deren Texte werden in einem Seminar-Apparat für individuelle Kopien zur Verfügung gestellt (Bel Inconnu, Libeaus Desconus, Seifrid von Ardemont, Sir Gareth).

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Referate, Hausarbeiten

 

Literatur

Ausgabe: Wirnt von Grafenberg: Wigalois. Text der Ausgabe von J.M.N. Kapteyn. Übersetzt, erläutert und mit einem Nachwort versehen von von Sabine Seelbach. und Ulrich Seelbach. Berlin, New York: Walter de Gruyter 2005. VI, 329 S.
Literatur: Sabine Seelbach und Ulrich Seelbach: Wirnt von Grafenberg: Wigalois – Eine Bibliographie. In: Perspicuitas. Internet-Periodicum für mediävistische Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft.http://www.perspicuitas.uni-essen.de, online seit 13.08.03.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für 2011 ist die zweite Auflage unserer Wigalois-Ausgabe bei De Gruyter geplant. Das Seminar dient der kritischen Revision aller Arbeitsbereiche der ersten Auflage: Übersetzung, Kommentar, Deutung, Bibiographie. Es wird überwiegend Werkstattcharakter haben und richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die über sichere Kenntnisse des Mittelhochdeutschen und der höfischen Klassik verfügen sowie ausgeprägte Fähigkeiten im interpretatorischen Umgang mit älteren Texten bereits entwickelt haben.