Vorlesungs­verzeichnis

Masterseminar NdL: Kleine Erzählformen vom 17. bis zum 19. Jhdt. (Fabel, Märchen, Anekdote, Novelle)

100158 SE 2023W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Seit der Neuzeit haben literarische Kleinformen nicht nur enorm an Popularität gewonnen. Es haben sich seither auch vielerlei Genres und Spielarten des kurzen Erzählens herausgebildet – die in der Literaturwissenschaft jedoch lange Zeit eher ein Schattendasein führten. Denn gemessen an den ‚großen‘, kanonischen Werken, so scheint es, nehmen sich die kleinen Erzähltexte mitunter recht schlicht aus, und zwar hinsichtlich ihrer Aussagelogik und ihres ästhetischen Anspruchs insgesamt. Doch gerade mit Blick auf die umfangreichen Formate lässt sich ein zentraler Anhaltspunkt gewinnen, um die Charakteristik des Kleinen genauer zu profilieren. Dazu gehört, die erzählerische Verknappung nicht einfach als ein (quantitatives und qualitatives) ‚Weniger‘ zu begreifen, sondern sie als Darstellungsstrategie eigenen Rechts zu untersuchen. Zu fragen wäre also zunächst: „Wie wird das Kleine klein? Und wie wird es Form?“, wie die HerausgeberInnen eines jüngst erschienenen Bands zur literarischen „Verkleinerung“ pointiert formulieren. Daran anknüpfend, wollen wir uns dem weitläufigen Feld der kleinen Erzählformen exemplarisch anhand von Fabeln, Märchen, Anekdoten und Novellen widmen. Wir werden uns sowohl mit Fragen der ästhetischen und formalen Gestaltung dieser Texte befassen als auch mit den medialen Bedingungen und Gebrauchskontexten, die dabei jeweils ins Spiel kommen.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Exposé
- Referat
- schriftliche Abschlussarbeit
Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Einführende Literatur:

Maren Jäger, Ethel Matala de Mazza u. Joseph Vogl (Hg.): Verkleinerung. Epistemologie und Literaturgeschichte kleiner Formen, Berlin/Boston: de Gruyter 2021.

Michael Gamper, Ruth Mayer (Hg.): Kurz & Knapp. Zur Mediengeschichte kleiner Formen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Bielefeld: transcript 2017.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Gefordert sind darüber hinaus
- aktive Mitarbeit in den Sitzungen und Beteiligung an Gruppenarbeiten
- Verfassen eines Exposés inkl. Kurzbibliographie
- Referat
- Seminararbeit (25 Seiten Haupttext)

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten Haupttext

Modul V Masterseminar mit Zusatzleistung aus dem Master Deutsche Philologie (12 ECTS): Für die Aufwertung des Seminars um 6 ECTS muss eine verpflichtende schriftliche Mehrleistung (10 Seiten Haupttext) erbracht werden, d.h. es muss eine Seminararbeit im Umfang von 35 Seiten Haupttext verfasst werden.