Vorlesungs­verzeichnis

DaF/Z: Interaktion und Kommunikation in virtuellen DaF-Klassenzimmern

ein Kooperationsprojekt mit ausländischen Partneruniversitäten

100157 SE 2023W

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Vortragende:

Das Seminar besteht aus Videokonferenzen mit internationalen Partner*innen und begleitenden Seminarsitzungen. Aufgrund der Kooperation mit Partneruniversitäten, die sich in anderen Zeitzonen befinden, merken Sie sich bitte die unten angeführten Termine. Beachten Sie bitte, dass die Videokonferenzen und die Seminarsitzungen nicht im selben Zimmer stattfinden.

Seminarsitzungen: Mittwoch, 15:00 - 16:30 Uhr
4.10.23 | 11.10.23 | 18.10.23 | 22.11.23 | 13.12.23 | 24.01.24 | 31.01.24
Hörsaal 16 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 5

Videokonferenzen: Dienstag
- Konferenz 01: 24.10.2023, 10:00-11:00 Uhr (Zimmer 404 Porzellangasse, 4. Stock, Stiege 2)
- Konferenz 02: 07.11.2023, 9:45-11:15 Uhr (Zimmer 404 Porzellangasse, 4. Stock, Stiege 2)
- Konferenz 03: 14.11.2023, 9:45-11:15 Uhr (Prominentenzimmer, Hauptgebäude, Hof IV)
- Konferenz 04: 28.11.2023, 9:45-11:15 Uhr (Zimmer 404 Porzellangasse, 4. Stock, Stiege 2)
- Konferenz 05: 5.12.2023, 9:45-11:15 Uhr (Zimmer 404 Porzellangasse, 4. Stock, Stiege 2)
- Konferenz 06: 9.1.2024, 9:45-11:15 Uhr (Prominentenzimmer, Hauptgebäude, Hof IV)
- Konferenz 07: 16.1.2024, 9:45-11:15 Uhr (Zimmer 404 Porzellangasse, 4. Stock, Stiege 2)

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Bei der geplanten Lehrveranstaltung handelt es sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung in Form eines Seminars, das aus Videokonferenzen mit DaF-Studierenden von Partneruniversitäten im Ausland und begleitenden Seminarsitzungen besteht. Die Lehrveranstaltung soll Masterstudierenden die Möglichkeit geben, mit DaF-Lernendengruppen aus aller Welt per jeweils einstündiger Online-Videokonferenz in Kontakt zu treten und über landeskundlich bzw. sprachenpolitisch relevante Themen zu diskutieren. Darüber hinaus werden die Aufzeichnungen der Videokonferenzen in den Seminarsitzungen als zentraler Unterrichtsgegenstand für Interaktionsanalysen und Selbstreflexionen verwendet. Einerseits übernehmen die Wiener Studierenden die Rolle von Lehrpersonen, indem sie den Online-Unterricht durch Präsentationen landeskundlicher bzw. sprachenpolitischer Themen per Videokonferenz konzipieren, gestalten und moderieren. Andererseits werden sie auf der Grundlage dieser Unterrichtssimulationen über mehrere forschungsrelevante Aspekte reflektieren und an diesen praktisch arbeiten.

Folgende Lernziele sollen am Ende des Seminars erreicht werden:
1. Die Studierenden können ihren Sprachgebrauch den Bedürfnissen einer DaF-Lernendengruppe anpassen. Sie können mit dieser die mündliche Interaktion fördern und die Lernenden aktivieren.
2. Die Studierenden können den Zeitumfang für ein Gruppengespräch adäquat einschätzen und entsprechende Aktivitäten dafür einplanen. Außerdem können sie eine Videokonferenz technisch vorbereiten und durchführen.
3. Die Studierenden können ihren eigenen Lernprozess als angehende DaF-Lehrkräfte in Unterrichtssimulationen zielorientiert beobachten und steuern und in begleitenden Seminarsitzungen reflektieren.
4. Die Studierenden können mittels eines Lerntagebuches über unterschiedliche Themen der Unterrichtspraxis kritisch reflektieren.
5. Die Studierenden eignen sich auf der Grundlage der Arbeit mit Videomitschnitten interaktionsanalytische Inhalte und Verfahren an. Sie können Videosequenzen mit gesprächsanalytischen Transkriptionssystemen transkribieren und mit interaktionsanalytischen Auswertungsmethoden analysieren.

Folgende Themen sind Gegenstad der seminarbegleitenden Sitzungen: „Virtual Exchanges“ in DaF/DaZ, Beobachtung (mit Fokus auf der Erhebung von Audio- und Videodateien), Interaktionsanalyse, interaktionale Kompetenz in Virtual Classrooms (Bedeutungsaushandlung, Verständnissicherung, Fehlerkorrektur).

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Für diese LV ist eine summative Leistungsüberprüfung vorgesehen:

Für 3 ECTS:

- Lerntagebuch bzw. -portfolio: 10-seitiges Lerntagebuch, in dem aufgrund von Impulsen Reflexionen über den Lernprozess eingefordert werden. (50 Punkte)
- Präsentation: einstündige (Gruppen)Präsentation über ein landeskundliches bzw. sprachenpolitisches Thema, das in der ersten Sitzung mit den internationalen Partner*innen abgesprochen wird. (50 Punkte)

Für 6 ECTS:

- Lerntagebuch bzw. -portfolio: 10-seitiges Lerntagebuch, in dem aufgrund von Impulsen Reflexionen über den Lernprozess eingefordert werden. (30 Punkte)
- Präsentation: einstündige (Gruppen)Präsentation über ein landeskundliches bzw. sprachenpolitisches Thema, das in der ersten Sitzung mit den internationalen Partner*innen abgesprochen wird. (20 Punkte)
- Seminararbeit: 25-seitige Seminararbeit über ein im Laufe der begleitenden Seminarsitzungen behandeltes Thema. Das Thema wird rechtzeitig mit dem Dozenten abgesprochen. (50 Punkte)

Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind 60 Punkte notwendig.
Alle Teilleistungen müssen positiv abgeschlossen worden sein.

100-90: Note 1
89-80: Note 2
79-70: Note 3
69-60: Note 4
59-0: Note 5

 

Literatur

Aguado, K. (2010). Sozial-interaktionistische Ansätze. In H.-J. Krumm, C. Fandrych, B. Hufeisen & C. Riemer (Hrsg.), Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Ein internationales Handbuch (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Band 35) (S. 817-826). Berlin: de Gruyter.

Deppermann, A. (2001). Gespräche analysieren – Eine Einführung in konversationsanalytische Methoden. 2. durchgesehene Auflage. Opladen: Leske und Budrich.

Hoshii, M.; Schumacher, N. (2010). Videokonferenz als interaktive Lernumgebung ‐ am Beispiel eines Kooperationsprojekts zwischen japanischen Deutschlernenden und deutschen DaF‐Studierenden. In: GFL German as a foreign language 1/2010, 71-91.

Hoshii, M.; Schumacher N. (2021). Interaktionale Kompetenz als Lernziel für Lernende und Lehrende des Deutschen als Fremdsprache. Einblicke in kollaboratives Lernen per Videokonferenz. In: Zeitschrift für Interaktionsforschung in DaFZ, 1, 1, 13-33.

Schramm, K.; Schwab, G. (2022). Beobachtung. In: Caspari, D.; Klippel, F.; Legutke, M.-K.; Schramm, K. (Hrsg.), Forschungsmethoden in der Fremdsprachendidaktik. Ein Handbuch. 2. Auflage. (S. 147-161). Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.

Schwab, G.; Schramm K. (2022). Diskursanalytische Auswertungsmethoden. In: Caspari, D.; Klippel, F.; Legutke, M.-K.; Schramm, K. (Hrsg.), Forschungsmethoden in der Fremdsprachendidaktik. Ein Handbuch. 2. Auflage. (S. 302-320) Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.

Würffel, N; Schumacher, N. (2022). Virtual Exchanges in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. In Deutsch als Fremdsprache 3/2022, 142-152.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten Haupttext