Vorlesungs­verzeichnis

ÄdL: Edition und Kommentierung

100155 KO 2023S

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Moodle

Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Mittelalterliche Werke sind nicht in Form von autoritativ beglaubigten Büchern überliefert, sondern in Handschriften. Sofern das entsprechende Werk mehrfach überliefert ist, unterscheiden sich diese in ihrer Anlage und im Wortlaut des Textes zum Teil erheblich. Insofern war es schon immer eine vordringliche Aufgabe der germanistischen Mediävistik, diese Überlieferungsvielfalt in Textausgaben einerseits abzubilden, andererseits aus den Handschriften einen mehr oder weniger stark normalisierten und ggf. korrigierten Referenztext zu erstellen. In den letzten Jahren haben sich mit den Digital Humanities in diesem Feld neue Möglichkeiten eröffnet, die wiederum Diskussionen etwa um die Nachhaltigkeit von Benutzeroberflächen angestoßen haben. Damit mittelhochdeutsche Literatur gelesen wird, ja gelesen und verstanden werden kann, geben viele Ausgaben dem Text zudem einen sprach-, sach- und literaturhistorischen Kommentar bei, dessen unterschiedliche Anlage und Schwerpunktsetzung ebenfalls Anlass zur Diskussion sein kann.
Das Anliegen des Konversatoriums ist es, über diese und noch viel mehr Aspekte der angemessenen und zeitgemäßen Aufbereitung mittelalterlicher Literatur ins Gespräch zu kommen. Die Studierenden sollen zudem selbst kleinere Texte transkribieren und kommentieren. Im Verlaufe des Semesters werden Mitarbeiterinnen der aktuellen Editionsprojekte „Lyrik des deutschen Mittelalters“ und „Narrative Vermittlung religiösen Wissens. Edition und Kommentierung geistlicher Vers- und Prosatexte des 13. bis 16. Jahrhunderts“ einen Einblick in ihre Arbeit geben.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Erwartet werden:
- die aktive Teilnahme an der Seminardiskussion
- die regelmäßige, ggf. auch schriftliche Vor- und Nachbereitung der Seminarsitzungen
- das Absolvieren einer mündlichen Abschlussprüfung am Ende des Semesters

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Zur Einführung wird empfohlen:
Bein, Thomas: Editionsphilologie. In: Christiane Ackermann und Michael Egerding (Hg.): Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch. Berlin, Boston 2015, S. 35–66.

 

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff sind die erarbeiteten Inhalte und die auf Moodle bereitgestellte Seminarlektüre.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Bewertet werden die aktive Teilnahme an der Seminardiskussion und die schriftlichen Hausübungen (30%). Am Ende des Semesters steht eine mündliche Prüfung von 15 Minuten Dauer, die mit mindestens der Note „genügend“ bestanden werden muss (70%).