Vorlesungs­verzeichnis

NdL: Autobiografie und Fiktion, Österreichische Literatur 1970-1985

100153 SE-B 2021W

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Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Während die 60er Jahre konventionelle Formen von Literatur zunehmend in Frage gestellt und 1968 auch der Tod der Literatur erklärt wurde, kann man seit den beginnenden 70er Jahren eine gewisse Vorliebe für Eitkettierungen wie Authentizität und Subjektivität erkennen, die sich auf autobiografische Texte und den (auto)biografischen Roman beziehen. Mit dieser literarischen Trendwende geht auch eine erkennbare Politisierung der Literatur einher. Die folgende Textreihe soll die Möglichkeit bieten, sich mit der Spannung von Autobiografik und Fiktion auseinanderzusetzen.

Peter Handke: Wunschloses Unglück. 1972

Elias Canetti (1905-1994)
Die gerettete Zunge. Geschichte einer Jugend. 1977
Die Fackel im Ohr. Lebensgeschichte 1921–1931, 1980
Das Augenspiel. Lebensgeschichte 1931–1937, 1985

Maès Sperber (1905-1984): All das Vergangene.
Die Wasserträger Gottes. (1974)
Die vergebliche Warnung. (1975)
Bis man mir Scherben auf die Augen legt. (1977)

Thomas Bernhard (1931-1989): Autobiographische Erzählungen.
Die Ursache. Eine Andeutung. 1975
Der Keller. Eine Entziehung. 1976
Der Atem. Eine Entscheidung. 1978
Die Kälte. Eine Isolation. 1981
Ein Kind. 1982

Peter Henisch (geb. 1943)
Die kleine Figur meines Vaters, 1975 (1987)

Franz Innerhofer 1944-2002):
Schöne Tage. Roman 1974
Schattseite. Roman 1975
Die großen Wörter. Roman 1977

Gernot Wolfgruber (geb. 1944)
Herrenjahre. Roman 1976
Niemandsland, Salzburg [u. a.] 1978
Verlauf eines Sommers, Salzburg [u. a.] 1981

Elfriede Jelinek (geb. 1946)
Die Klavierspielerin 1985

Werner Kofler (1947-2011)
Guggile 1975
Ida H. 1978

Josef Winkler (geb. 1953)
Menschenkind 1979
Muttersprache. 1982
Die Verschleppung. 1983

 

Literatur

Wendelin Schmidt-Dengler: Bruchlinien. Salzburg: Residenz 1995
Autobiographien in der österreichischen Literatur: von Franz Grillparzer bis Thomas Bernhard / hrsg. von Klaus Amann und Karl Wagner – Innsbruck [u.a.]: Studien-Verl. 1998. 272 S.
Siehe auch moodle (Holdenried und Lejeune)

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.Umfang der Abschlussarbeiten: Bachelorarbeiten 30 Seiten Haupttext