Vorlesungs­verzeichnis

Theorien und Methoden der Literatur- und Kulturwissenschaften

100146 UE 2025W

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Moodle

Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die LV soll es den Teilnehmer*innen ermöglichen, sich im Bereich der Literatur- und Kulturtheorie sowie der verschiedenen literaturwissenschaftlichen Methoden zu orientieren. Behandelt werden u. a. Hermeneutik, Strukturalismus, Psychoanalyse, Kritische Theorie, Rezeptionsästhetik. Wir werden dabei immer wieder auf grundlegende Fragen stoßen: Inwieweit ist die Intention der Autorin bzw. des Autors für die Interpretation eines Textes maßgeblich? Welchen Anteil hat die Leserin bzw. der Leser an der Bedeutung eines Textes? Welche Funktion haben Leerstellen in literarischen Texten? Wie geht man mit der Mehrdeutigkeit eines Textes um? Wie lässt sich das Verhältnis von Form und Inhalt näher bestimmen? Welche Kontexte sollte man heranziehen, um einen Text adäquat zu verstehen?
Die Sitzungen widmen sich in erster Linie der eingehenden Lektüre und Diskussion grundlegender Texte (S. Freud, C. Lévi-Strauss, R. Jakobson, Th. W. Adorno, P. Szondi, W. Iser etc.). Geplant ist, diese Aufsätze bzw. Buchkapitel zu analysieren, historisch zu kontextualisieren sowie auf ihre Potentiale, Probleme und Grenzen hin zu befragen. Vor jeder Sitzung sind diese Texte zu lesen sowie Lektürefragen zu beantworten oder Aufgaben zu lösen.
Die LV zielt außerdem darauf ab, dass die Teilnehmer*innen mit den vorgestellten Theorien und dem methodischen Instrumentarium selbstständig arbeiten können.
Wir werden daher auch literarische Texte (Johann Wolfgang von Goethe, Johann Peter Hebel, Heinrich von Kleist, Jorge Luis Borges, Toni Morrison u.a.) lesen, um Theorien und Methoden exemplarisch daran zu erproben.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Folgende Leistungen müssen im Zuge der LV erbracht werden:
+ wöchentlich zu lösende Aufgaben (Fragen zu Texten, Rechercheaufträge, kreative Schreibübungen etc.)
+ sehr kurze Impulsreferate (je nach Aufgabenstellung sollen sie den Text entweder zusammenfassen oder eine Diskussion über ihn anregen)
+ Abschlussarbeit im Umfang von ca. 7 Seiten, die ein Thema aus dem Bereich der LV unter Verwendung einschlägiger Sekundärliteratur behandelt.

 

Literatur

Die Texte, die für die einzelnen Einheiten zu lesen sind, werden auf der Lernplattform Moodle bereitgestellt.

Literaturempfehlungen:
Eagleton, Terry: Einführung in die Literaturtheorie. 5., durchges. Aufl. Stuttgart: Metzler 2012.
Nünning, Vera / Nünning, Ansgar (Hg.): Methoden der literatur- und kulturwissenschaftlichen Textanalyse. Ansätze – Grundlagen – Modellanalysen. Stuttgart/Weimar: Metzler 2010.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Gewichtung der Leistungen:
a) Wöchentliche Aufgaben (40 %)
b) Impulsreferat (10 %)
c) Abschlussarbeit im Umfang von ca. sieben Seiten (50 %)

Die Bewertung der einzelnen Teilleistungen erfolgt mittels Punkten. In der Summe müssen mindestens 50 Prozent der maximal erzielbaren Punkte erreicht sein, soll die Lehrveranstaltung positiv abgeschlossen werden.
Fehler in den Bereichen Orthographie, Grammatik, Ausdruck und Interpunktion gehen in die Benotung ein. Die Verwendung von KI (ChatGPT u. dgl.) ist nur in Absprache mit dem LV-Leiter gestattet.