Vorlesungs­verzeichnis

NdL: Orte des Transits und des Transitorischen in der deutschsprachigen Literatur

100141 SE-B 2024S

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Vortragende:

Nächster Termin

Mittwoch, 26.06.2024 15:00-16:30 Seminarraum 3 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Gekommen, um NICHT zu bleiben. Im Mittelpunkt des Seminars stehen Orte des Transits und des Transitorischen wie Bahnhöfe, (Flug-)Häfen, Hotels, Berghütten, Tankstellen, Parkplätze, Einkaufscenter, Freizeitparks etc. und ihre Darstellung in der deutschsprachigen Literatur. Zum einen sollen literarische Transitorte über raum-, sozial- und kulturwissenschaftliche Fragen erschlossen werden: Wie werden Transitorte in literarischen Texten konfiguriert, semantisiert und funktionalisiert? Was ‚machen‘ sie mit ihren Nutzer*innen und umgekehrt? Als methodisch-theoretische Referenzen bieten sich u.a. Martina Löws relationales Raumkonzept und Augés Theorem der ‚Nichtorte‘ an. Zum anderen ist danach zu fragen, inwieweit das Transitorische auch als Verfahren literarischer Darstellung beobachtbar wird.
Das Seminar setzt keine literaturgeschichtlichen Begrenzungen: erarbeitet werden (können) sowohl ‚Klassiker‘ wie Anna Seghers‘ "Transit", Joseph Roths "Hotel Savoy", Vicky Baums "Menschen im Hotel" u.a., als auch aktuelle Texte wie David Wagners "Ein Zimmer im Hotel", Jenny Erpenbecks "Gehen, ging, gegangen", Robert Seethalers "Die weiteren Aussichten", Angelika Overaths "Flughafenfische", Xaver Bayers "Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen", Elena Messners "In die Transitzone" und viele andere!

Erwartet wird Engagement in der und für die LV, u.a. die kontinuierliche Lektüre literarischer und theoretischer Texte, angeleitetes sowie eigenständiges Arbeiten, wobei Abgabetermine einzuhalten sind.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Für die Leistungskontrolle relevant sind folgende Teilleistungen: B-Arbeit, Referat und Thesenblatt, 'Expert*innenrolle' für 2 Termine; Lese- und Diskussionsbereitschaft sowie kleinere schriftliche Beiträge (z.B. Lektüre-Notizen, Reflexionen, Feedback), die auf die B-Arbeit hinführen

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist ausschließlich in den von der LV-Leiterin definierten Bereichen erlaubt. Informationen dazu: in der LV.

 

Literatur

Basis-Lektüre wird in der LV bekannt gegeben.

 

Prüfungsstoff

Im B-SE wird ein selbst gewählter Gegenstand nach den inhaltlichen, methodischen und formalen Standards der Literaturwissenschaften erarbeitet und in unterschiedlichen mündlichen und schriftlichen Formaten präsentiert.

Bitte frischen Sie ggf. Ihre Kenntnisse in folgenden Bereichen auf: Textanalyse, Literaturtheorie.

Informationen zu Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab finden Sie im entsprechenden Feld.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Bachelorarbeiten 30 Seiten Haupttext

Durch die verschiedenen Teilleistungen können insgesamt 100 Punkte erreicht werden; diese verteilen sich wie folgt:
B-Arbeit 60, Referat und Thesenblatt 20, aktive Teilnahme (allgemein: Lese- und Diskussionsbereitschaft sowie kleinere schriftliche Beiträge, z.B. Lektüre-Notizen, Reflexionen, Feedback, die auf die B-Arbeit hinführen, 20; darüber hinaus sollen Sie in 2 Podiumsdiskussionen Ihre Textkenntnis und Ihre literaturwissenschaftliche Argumentationsfähigkeit unter Beweis stellen). Für einen positiven Semesterabschluss sind 51 Punkte erforderlich, von denen mindestens 31 aus der B-Arbeit und mindestens 11 aus Referat und Thesenblatt stammen müssen.