Vorlesungs­verzeichnis

Ältere Deutsche Literatur: Das gedechtnus-Projekt Kaiser Maximilians I.

100139 SE-B 2014W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Maximilian gilt als ein Herrscher der Epochenschwelle vom Mittelalter zur Neuzeit, als Repräsentant einer Kultur im Übergang von einem ritterlich-höfischen hin zu einer bürgerlichen und humanistischen Werteordnung. Zu diesem janusköpfigen Bild seiner Person passt auch das ihm eigene, zugleich traditionsbewusste und schillernd neuartige Bemühen um Sicherung seines Nachruhms, der gedechtnus. Unter Indienstnahme von verschiedenen Bildkünsten und vor allem auch der lateinischen sowie der volkssprachigen Historiographie und Literatur entwirft Maximilian "das Bild, das die Mitwelt von ihm haben soll, nach überlieferten Leitbildern für die Nachwelt" (Müller). Das Seminar will sich primär mit den deutschsprachigen literarischen Werken aus diesem gedechtnus-Projekt beschäftigen, dem 'Freydal', dem 'Theuerdank' und dem 'Weisskunig', dabei aber auch den Triumphzug und die Ehrenpforte mit einbeziehen, ebenso wie das Grabmal in der Innsbrucker Hofkirche.
Durch den zeitlichen Fokus der Lehrveranstaltung im frühen 16. Jahrhundert wäre diese nach Möglichkeit auch für Studierende der Neueren deutschen Literatur zugänglich zu machen.

 

Literatur

Literatur: Jan-Dirk Müller, Gedechtnus. Literatur und Hofgesellschaft um Maximilian I. (Forschungen zur Geschichte der älteren deutschen Literatur), München 1982; Kaiser Maximilian I. (14591519) und die Hofkultur seiner Zeit, unter redaktioneller Mitarb. von Robert Steinke hg. von Sieglinde Hartmann und Freimut Löser (Jb. der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft 17), Wiesbaden 2007.