Vorlesungs­verzeichnis

Proseminar NdL: Antike Mythen neu erzählt

100128 PS 2026W

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Vortragende:

Nächster Termin

Donnerstag, 15.10.2026 13:15-14:45 Seminarraum 4 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Antike Mythen, wie sie Homer und Ovid überliefern, haben die (westliche) Kultur wesentlich geprägt - und sie haben ihren Platz auch in der Gegenwartsliteratur. Im PS werden zunächst methodisch-theoretische Zugänge zum Mythos erarbeitet. Was unterscheidet mythische Erzählungen von anderen und wie lässt sich das Verhältnis von ‚alten‘ und ‚neuen‘ Geschichten textwissenschaftlich beschreiben? Welche Deutungsangebote werden durch das Wieder- und Widerschreiben antiker Mythen generiert? Die anschließenden Lektüren fokussieren auf das Mythische in aktuellen deutschsprachigen Texten und gehen u.a. folgenden Fragen nach: Lassen sich die Götter nach wie vor von Odysseus austricksen? Arbeitet Sisyphos noch immer seine sinnlosen Strafen ab und mordet Medea weiterhin aus Rache? Findet Eurydike nun doch eine Sprache und werden Kassandras Prophezeiungen endlich gehört?

Gelesen werden Texte unterschiedlicher Genres, z.B.: Alexandra Bernhardt "Reprise" (2021), Sabine Scholl "O." (2020), Christoph Ransmayr "Odysseus, Verbrecher" (2010); Thomas Lehr "Der verborgene Sisyphos" (2024), Martin Kubaczek "Sisyphos auf dem Plateau" (2022); Sabine Scholl "Giftige Kleider" (2010), Dea Loher "Manhattan Medea" (1999), Christa Wolf "Medea" (1996); Esther Kinski "Eurydike" (2025), Barbara Neuwirth "Eurydike überlebt" (2021), Elfriede Jelinek" Schatten. Eurydike sagt" (2013); Christa Wolf "Kassandra" (1983), Kathrin Röggla "Die Alarmbereiten" (2010), Theresia Walser "Die Kriegsberichterstatterin" (2005)

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen'). Die Verwendung von KI ist in dieser Lehrveranstaltung nicht erlaubt.

Für die Leistungskontrolle relevant sind folgende Teilleistungen:
1. PS-Arbeit
2. Gestaltung einer PS-Einheit (z.B. ‚Eurydike‘) gemeinsam mit Kolleg*innen: kurzes (!) Referat, knappes (!) Thesenblatt und viel (!) Zeit für Diskussion; ausdrücklich erwünscht: interaktive und/oder kreative Elemente, didaktische Aufbereitung, ev. auch Erstellung von Materialien… Die PS-Teilnehmer*innen sollen eine gute Orientierung über das von Ihnen bearbeitete Thema und einen Eindruck von Ihrer Herangehensweise erhalten.
3. Aktive Teilnahme: Arbeitsaufgaben, die auf die PS-Arbeit hinführen; Protokoll, Feedback für 1 PS-Einheit (s.o.); kontinuierliche Lektüre ausgewählter literarischer und theoretischer Texte; Diskussionsbereitschaft

 

Literatur

Die Basis-Lektüre wird in der LV bekannt gegeben, der Lektüreplan wird gemeinsam erstellt.

 

Prüfungsstoff

Im PS wird eine Fragestellung nach den inhaltlichen, methodischen und formalen Standards der Literaturwissenschaften erarbeitet und in unterschiedlichen mündlichen und schriftlichen Formaten präsentiert.
Bitte frischen Sie ggf. Ihre Kenntnisse in folgenden Bereichen auf: Textanalyse, Literaturtheorie.
Informationen zu Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab finden Sie im entsprechenden Feld.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fernbleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Proseminararbeiten 15 Seiten Haupttext
Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Proseminararbeit.

Durch die verschiedenen Teilleistungen (s.o.) können insgesamt 100 Punkte erreicht werden; diese verteilen sich wie folgt:
PS-Arbeit inklusive Bibliografie 60, Gestaltung einer PS-Einheit (s.o.) 20, aktive Teilnahme 20. Für einen positiven Semesterabschluss sind 51 Punkte erforderlich, von denen mindestens 31 aus der PS-Arbeit und jeweils mindestens 10 aus den beiden anderen Bereichen stammen müssen.