Vorlesungs­verzeichnis

Masterseminar NdL: "Maria hieß meine schöne Großmutter" - Autofiktion in der Österr. Gegenwartlit.

100128 SE 2024S

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Vortragende:

Nächster Termin

Donnerstag, 27.06.2024 13:15-14:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9

 

ein bis zwei Termine werden an einem Samstag geblockt, Termin wird demnächst eingetragen

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung


Der Kurs behandelt Theorien, Aspekte und Konzepte im Hinblick auf literarische Selbstkonstruktionen in der Literatur. Der Schwerpunkt liegt auf der Auto(r)fiktion − ein Begriff der in den späten 1970er Jahren in Frankreich entstand, um eine bestimmte Art von wissenden, abtrünnigen und scheinheldenhaften autobiografischen Romanen zu beschreiben, wie sie im Kontext unseres Seminars etwa durch die Trilogien Monika Helfers ("Die Bagage"/"Vati"/"Löwenherz") oder Stefan Kutzenbergers („Friedinger“/„Jokerman“/„Kilometer null“) repräsentiert sind.
Das Konzept und die Praxis der Autofiktion, in der Autor*n, Erzähler*in und (Haupt-)Figur trotz eventueller Namensgleichheit nicht miteinander identisch sind, werfen in mehrfacher Hinsicht Fragen der Konstruktion des auto/bio/grafisch/fiktionalen Ichs im Text auf. Oft führt das Schreiben eines autofiktionalen Textes zu einer „Verschränkung von Leben und Text“, die „einerseits das Leben im Licht des Textes wahrnehmbar macht und andererseits die Textproduktion als Teil des beschriebenen Lebens begreift“ (Martina Wagner-Egelhaaf).
Ziele

• Profunde Einarbeitung in die entsprechenden Texte
• Lesen, Verstehen und 'Anwenden' der theoretischen Texte und Konzepte
• Schärfung des eigenen begrifflichen Denkens, des Urteilsvermögens, des wissenschaftlichen Arbeitsstiles und Argumentierens
• Reflexionskompetenz und Einnehmen einer Metaperspektive

Methoden
• Gruppen- und Partner_innenarbeit
• Input (von Lehrenden und Studierenden) mit Diskussion
• Lektüre und Diskussion theoretischer Texte, Übertragen der theoretischen Ansätze auf konkrete Lektüren und Analysen literarischen Texten

Diese LVA bedient sich einer Mischung aus kommentierten Gruppenabeiten (durch Spezialis-tInnen-Gruppen werden die Grundlagen der theoretischen Konzepte präsentiert und durch eine angeleitete Lektüre der Primärtexte vertieft), zeitweiligem diskursivem Erarbeiten verschiedener Theoriebereiche (z.B. Arbeit in Kleingruppen) sowie angeleiteter Lektürearbeit zu Hause.
Diese LVA zielt auf eine gemeinsame Wissenskonstruktion im Laufe des Semesters ab. Der Erfolg hängt nicht zuletzt davon ab, wie sehr sich die Studierenden mit ihrer jeweils eigenen Kompetenz, die sie im Zuge der Recherche und Vorbereitung der Gruppenreferate erworbenen haben, einbringen.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit, vorbereitetes Mitarbeiten, Referat, schriftliche Arbeit
Teilnahme. Ich erwarte, dass Sie regelmäßig und rechtzeitig ankommen ;-) und bereit sind, an der Diskussion teilzunehmen und mitzuarbeiten.

• Profunde Einarbeitung in die entsprechenden Texte
• Lesen, Verstehen und 'Anwenden' der theoretischen Texte und Konzepte
• Schärfung des eigenen begrifflichen Denkens, des Urteilsvermögens, des wissenschaftlichen Arbeitsstiles und Argumentierens
• Reflexionskompetenz und Einnehmen einer Metaperspektive

Kein Einsatz künstlicher Intelligenz erlaubt!

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Prüfungsstoff

Leistungen (alle Faktoren müssen positiv absolviert werden)
• Lektüreprotokolle:10%
• Referat/Mitarbeit: 20%
• Schriftliche Arbeit: 70%

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten Haupttext

Modul V Masterseminar mit Zusatzleistung aus dem Master Deutsche Philologie (12 ECTS): Für die Aufwertung des Seminars um 6 ECTS muss eine verpflichtende schriftliche Mehrleistung (10 Seiten Haupttext) erbracht werden, d.h. es muss eine Seminararbeit im Umfang von 35 Seiten Haupttext verfasst werden.