Masterseminar Neuere Deutsche Literatur: Teufel, Hexen und Vampire
Phantastische Geschöpfe in Literatur und Film
100128 SE 2016W
Vortragende:
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Die genannten drei Geschöpfe haben viele Gemeinsamkeiten. Eine davon ist die, dass es in den bekannten Kulturen - universell - wohl böse Mächte, Zauberkundige und blutsaugende Wesen verschiedenster Art gegeben hat, dass sich diese frühen Vorstellungen aber erst etwa ab dem 13. Jahrhundert in Europa zu den gängigen Bildern des Teufels, der Hexe, des Vampirs verfestigt haben. Ketzerprozesse, Hexenverfolgungen, Vampirjagden und Vampir-'Tötungen' legen Zeugnis ab von der Wirkungsmacht dieser Imaginationen. Mit Beginn der Fiktionalisierung - der Aufnahme dieser populären Vorstellungen in Literatur und dann in den Film - finden vielfach Um- und Ausgestaltungen statt, wobei eine der wichtigsten wohl die 'Vermenschlichung' dieser dämonischen Kreaturen ist.
Im Seminar soll auf diese Wandlungen anhand von beispielhaften Texten und Filmen, vor allem aus dem 19. und 20. Jahrhundert, eingegangen werden, in denen die phantastischen Geschöpfe sowohl in figürlicher Ausgestaltung als auch in metaphorisch-symbolischer Form anzutreffen sind. Herauszuarbeiten sind ihre je spezifischen Erscheinungen, ihre Intentionen und ihre Interaktionen, wobei zu fragen sein wird, in welcher Weise sich ihr Handeln positiv oder negativ auf Mit- und Umwelt auswirkt.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Referat und schriftliche Arbeit im Umfang von ca. 25 Seiten zu einem der vorgeschlagenen Themen.
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
