Proseminar Sprachwissenschaft: Phonetische Variation in Österreich
100115 PS 2025W
Vortragende:
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Dieses Proseminar beschäftigt sich mit phonetischer bzw. phonetisch-phonologischer Variation in Österreich und möchte an die Erforschung und Untersuchung von Aussprachephänomenen sowohl in der österreichischen Standardsprache als auch in österreichischen Dialekten heranführen. Auf Basis theoretischer Grundlagen der Phonetik & Phonologie wird untersucht, wie sich Aussprache in Österreich regional, sozial und stilistisch manifestiert, unterscheidet, wie wir Aussprache(variation) hören und wahrnehmen und wie phonetische Variation untersucht und analysiert werden kann.
Ziel des Proseminars ist es, Studierende mit theoretischen Grundlagen, methodischen Ansätzen und praktischen Anwendungen der phonetisch-phonologischen Forschung innerhalb der Variations- und Soziolinguistik vertraut zu machen und sie an die Planung und Durchführung empirischer Forschungsprojekte heranzuführen. Sie lernen, relevante Literatur zu recherchieren, bestehende Studien kritisch zu reflektieren und erste eigene Daten zu erheben und auszuwerten und sollen u.a. dadurch an das wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben herangeführt werden.Methodisch kombiniert die Lehrveranstaltung Inputs der Lehrperson mit gemeinsamen Analysen von Sprachmaterial, Reflexionen & Diskussionen, Gruppenarbeiten und Präsentationen. Zudem werden verschiedene Herangehensweisen, Werkzeuge und Ressourcen zur phonetisch-phonologischen Analyse vorgestellt. Auf Basis der erarbeiteten Inhalte und Techniken sollen kleine individuelle (empirische) Forschungsprojekte durchgeführt werden, deren theoretische Einbettung, Konzeption und Ergebnisse wiederum Basis für das Verfassen einer Proseminararbeit sein werden.(Vorausgesetzt wird u.a. auch die Bereitschaft zum Lesen englischsprachiger Texte. Die Kenntnis des phonetischen Alphabets (IPA) bzw. von phonetischem Transkribieren kann ein Vorteil sein, ist jedoch keine Voraussetzung für den Kurs.)Geplant ist ebenso eine Exkursion zum Institut für Schallforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Termin wird zu Semesterbeginn bekanntgegeben.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Die Beurteilung setzt sich aus folgenden zu erbringenden Teilleistungen zusammen:
- Anwesenheit (max. 2 Fehleinheiten)- aktive Mitarbeit in den Einheiten, Vor-/Nachbereitung der Einheiten (z.B. Hausübungen, Rechercheaufgaben, wissenschaftliche Sitzungslektüre, Impulsreferate, etc.)
- Präsentation des eigenen Projekts (Thema der Proseminararbeit)
- Durchführung einer eigenen kleinen empirischen Studie als Grundlage für die schriftliche Proseminararbeit
- Verfassen einer Proseminararbeit (ca. 15 Seiten Fließtext (4.000–5.000 Wörter)) (Abgabetermin: Mitte Februar 2026; bei negativer Beurteilung gibt es die Möglichkeit zur Verbesserung/Feedbackeinarbeitung mit fixer Nachfrist)Generative KI darf unter in der Lehrveranstaltung angegebenen Voraussetzungen gebraucht werden, sofern Verwendungen transparent dokumentiert und Ergebnisse kritisch hinterfragt werden.Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, Hausübungen).
Literatur
Die Literatur wird in der ersten Lehrveranstaltungseinheit bekanntgegeben.
Prüfungsstoff
Relevant sind die während des Verlaufs des Proseminars erarbeiteten und erlernten Inhalte und Werkzeuge.
Die relevante Sitzungslektüre wird auf Moodle zur Verfügung gestellt.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.
Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Proseminararbeit.Die Gesamtnote setzt sich folgendermaßen zusammen:
- 20% Mitarbeit (inkl. Hausübungen)
- 20% Präsentation
- 60% Proseminararbeit (inkl. Kurzexposé)
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
