Vorlesungs­verzeichnis

SpraWi: Spracheinstellungen

100115 PS 2021W

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Moodle

Vortragende:

Das Proseminar findet in Präsenz statt, solange es die Anweisungen der Universitätsleitung nicht anders vorsehen.
Auf die Einhaltung der 3G-Regelung wird streng geachtet. Als Lehrende bin ich selber vollständig geimpft und empfehle diese Maßnahme dringend, im Interesse eines möglichst unterbrechungsfreien LV-Betriebs.

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalte:
Zentraler Inhalt dieses Proseminars ist die soziolinguistische Feldforschung, im konkreten Anwendungsgebiet der Spracheinstellungsforschung in Österreich. Spracheinstellungen (soziale und evaluative Assoziationen von Sprachgebrauch) spielen als Bausteine im Prozess der Einschätzung des Gegenübers eine große Rolle in der täglichen Interaktion. Ihre Auswirkungen wurden unter anderem bereits in Situationen wie Jobinterviews, Wohnungsvergaben und schulischen Beurteilungen festgestellt und erforscht.
Nach einem kurzen Überblick über die generellen Forschungsinteressen der Soziolinguistik beschäftigen wir uns im Kurs mit dem Forschungsgegenstand, der Theorie und der Praxis der (Sprach)einstellungsforschung im Allgemeinen und im Kontext des Sprachgebrauchs in Österreich im Besonderen. Methodisch fokussieren wir uns auf die sogenannte ‚Matched-guise Technique‘ zur Einstellungserhebung, bei der Gewährspersonen verschiedene Aufnahmen von Sprechenden hören und auf Bewertungsskalen in einem Fragebogen einschätzen. Der Kurs kulminiert in der Durchführung entsprechender kleiner Feldforschungsprojekte nach vorgegebenem Schema und in Arbeitsgruppen, in enger Begleitung durch die LV-Leiterin. Gemeinsam mit einem kurzen zu verfassenden Überblick über die Fachliteratur dienen die Projekte als Basis für die zentralen Aspekte der Leistungsbeurteilung (Präsentation und Proseminararbeit).
Als Grundlage für die schriftliche Arbeit beinhaltet die Lehrveranstaltung auch zentral einen Block zu den Themen wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben sowie Darstellung von empirischen Forschungsergebnissen in der Sprachwissenschaft/Soziolinguistik.

Methoden:
Die Erarbeitung der genannten Kursinhalte findet auf interaktiver, praxisnaher Basis statt. Dabei kommen, dem jeweiligen Sitzungsziel entsprechend, Lehrenden-Input, Plenums- und Gruppendiskussionen, begleitete Gruppenarbeit (inklusive Durchführung und Analyse einer Datenerhebung), Gruppenreferate, eigenständige Lektüre und Recherche, schriftliche Arbeiten und Revisionen sowie e-Learning (via Moodle) zum Einsatz.

Ziele:
- Die Studierenden besitzen grundlegende Kenntnisse in der Soziolinguistik, insbesondere bezüglich der Fachbegriffe, Theorien und Methoden der Spracheinstellungsforschung.
- Die Studierenden sind mit dem Stand der Spracheinstellungsforschung in Österreich vertraut.
- Die Studierenden sind, in einem der Proseminarstufe angemessenen Rahmen, zur wissenschaftlich adäquaten Durchführung und Verschriftlichung einer empirischen Studie befähigt.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungskontrolle erfolgt über die Summierung von verpflichtenden Teilleistungen (mit entsprechenden Hilfsmitteln) in folgender Aufschlüsselung:
- Aktive Mitarbeit und Einzelaufgaben (wie Lektüre, e-Learning-Aktivitäten, Abgabe eines ersten kurzen Auszugs aus der Proseminararbeit): 20%
- Projektarbeit auf Gruppenbasis: 15% – bestehend aus Projektexposé, Durchführung der Studie und Ergebnispräsentation
- Proseminararbeit: 65% (15 Seiten Haupttext; Einzelnote). Abgabe bis spätestens 15.03.2022.
N.B.: Die Proseminararbeit ist auf Basis von in der Gruppe gemeinsam gesammelten Daten in Einzelleistung zu verfassen.

 

Literatur

Die Pflichtlektüre für diesen Kurs wird über entsprechende Links auf der e-Learning-Plattform Moodle und bei Bedarf über einen Bibliothekshandapparat zur Verfügung gestellt. Die Zuteilung der Literatur zu den einzelnen Sitzungen wird im Laufe der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.

 

Prüfungsstoff

n.a.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Für die Zwecke von Feedback und Lernfortschrittsdokumentation werden im Kurs fortgeschrittene Kenntnisse der Software Microsoft Word vorausgesetzt – insbesondere der Anwendung der Textüberprüfung (‚Track Changes‘/‚Änderungen nachverfolgen‘)
- Dies ist eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung mit Teilnahmepflicht (im von der SPL festgelegten Rahmen: max. 3 Absenzen).
- Die Abgabe einer eigenhändig in Einzelleistung verfassten schriftlichen Proseminararbeit (mit 15 Seiten Haupttext) ist ebenso verpflichtend wie die Erbringung der anderen genannten Teilleistungen
- Die Einhaltung der guten wissenschaftlichen Praxis ist in allen Teilbereichen und Teilleistungen obligatorisch. Siehe dazu die entsprechenden Richtlinien der Universität Wien: https://studienpraeses.univie.ac.at/infos-zum-studienrecht/sicherung-der-guten-wissenschaftlichen-praxis/plagiat/
- Schriftliche Arbeiten im Kurs werden der Plagiatsprüfung durch die Software Turnitin unterzogen.

Beurteilungsmaßstab:
Sehr gut: 100-90%; Gut: 89-80%; Befriedigend: 79-70%; Genügend: 69-60%; Nicht genügend: 59-0%.