Proseminar Sprachwissenschaft: Digitale Parömiologie:Sprichwörter als musterhafte Strukturen im Text
100114 PS 2026S
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Montag, 27.04.2026 09:45-11:15 Seminarraum 5 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Das Leben ist kein … Wunschkonzert? Ponyhof? Zuckerschlecken? –
Sprichwörter sind gemäß einer Definition von Wolfgang Mieder allgemein bekannte Sätze, „die eine Lebensregel oder Weisheit in prägnanter, kurzer Form ausdrücken.“ Zahlreiche dieser festgeprägten Wendungen sind in digitalen Textkorpora belegt, wodurch auch die Parömiologie neue Impulse erfährt.Das Proseminar bietet zunächst einen Überblick über Sprichwörter, deren Erforschung und Sammlungspraxis. In weiterer Folge sollen typische strukturbildende Merkmale dieser prägnanten Kleinformen identifiziert werden, um diese als wiederkehrende textuelle Muster sowohl in historischen als auch gegenwartssprachlichen Referenz- und Spezialkorpora unter Anwendung einer Abfragesyntax auffindbar zu machen.Nach dieser Einarbeitungsphase wählen Studierende je nach Interesse und in Abstimmung mit der LV-Leiterin ein Sprichwort, das sie korpusbasiert (und wenn es sich anbietet, gerne auch sprachvergleichend) untersuchen und in ihrem Referat behandeln möchten. Bei den Auswertungen werden korpuslinguistische Methoden und Werkzeuge (u.a. Keyword in Context-Abfragen, Frequenzanalysen) erprobt, um das musterhafte Vorkommen, die Variabilität, Produktivität und kontextabhängige Funktionalität der gewählten Sprichwörter in bestimmten Textsorten untersuchen zu können.In der Proseminararbeit sind die mündlich präsentierten Inhalte ausführlich darzulegen.In der Lehrveranstaltung vertiefen Studierende ihr grundlegendes theoretisches Wissen über Sprichwörter des Deutschen, erlernen anhand konkreter Forschungsfragen den Umgang mit Korpora und erwerben durch das empirische Arbeiten mit Sprachdaten wertvolle Forschungskompetenzen.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
In die Beurteilung fließen die regelmäßige Teilnahme, aktive Beiträge zu den Diskussionen, das Referat, kleinere schriftliche Arbeitsaufträge sowie die Proseminararbeit im Umfang von mindestens 15 Seiten Haupttext mit ein (abzugeben bis spätestens 31. Juli 2026).
Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe.
Literatur
Die empfohlene allgemeine Fachliteratur wird in der LV bekanntgegeben und teilweise über Moodle zur Verfügung gestellt.
Prüfungsstoff
Zum Prüfungsstoff zählen die in der Lehrveranstaltung vermittelten Inhalte und Kompetenzen.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
In den Einheiten besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht (zwei entschuldigte Einheiten sind erlaubt).
Mindestanforderung für die positive Beurteilung ist die positive Erledigung aller mündlichen und schriftlichen Teilleistungen:
Aktive Mitarbeit, Referat, schriftliche Arbeitsaufträge und die Proseminararbeit im Umfang von mindestens 15 Seiten Haupttext ergeben die Gesamtnote. Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Proseminararbeit.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
