Vorlesungs­verzeichnis

Neuere deutsche Literatur: Kriegstheater

100113 VO+KO 2018S

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Mit Bambiland hat Elfriede Jelinek einen Theatertext vorgelegt, der sich auf eine innovative und hochspannende Weise mit Fragen des Krieges heute auseinandersetzt. Die mediale Vermittlung von Waffensystemen und Kriegsberichterstattung wird genauso thematisiert wie die aktuellen Formen des Guerillakampfes, der asymmetrischen Kriegsführung und des internationalen Terrors. Jelineks Text verweist damit aber auch auf zwei miteinander zusammenhängenden Traditionssträngen, die diese Vorlesung rekonstruieren wird: Erstens die literarische Tradition des Kriegsdramas, die auf die griechische Antike zurückgeht und deren Möglichkeiten und Grenzen in der Darstellung von Kriegsgeschehnissen heute in Bambiland ausgelotet werden. Zweitens aktualisiert Jelinek die militärische Metapher des Kriegstheaters (theatrum belli), die insbesondere in der frühen Neuzeit Konjunktur hatte, aber auch heute noch (etwa im Englischen als theater of operations) Fachbegriff der Kriegsführung ist. Die Vorlesung wird die Literaturgeschichte und die Militärgeschichte des Kriegstheaters von der Antike bis in die unmittelbare Gegenwart nachzeichnen. Besondere Schwerpunkte liegen auf der frühen Neuzeit, der Zeit um 1800 und dem 20. Jahrhundert. Zu den besprochenen AutorInnen zählen Aischylos, Shakespeare, Corneille, Lessing, Schiller, Kleist, Goethe, Grabbe, Toller, Brecht, Heiner Müller und Jelinek.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Essay von ca. 8-10 S. (Abgabe bis 27.06.2018).

 

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff ist der Inhalt der Vorlesung. Die Powerpoint-Präsentationen der Sitzungen werden zur Vorbereitung online gestellt.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Absolvierung der STEOP-Phase.
Essays werden nach inhaltlicher Korrektheit, argumentativer Stringenz, Eigenständigkeit und stilistischer Qualität (in dieser Reihenfolge) beurteilt.