Theorien und Methoden der Literatur- und Kulturwissenschaften
100085 UE 2025W
Vortragende:
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Die Literaturwissenschaft bietet ein breites Spektrum an Theorien und Methoden, welche die wissenschaftlich fundierte Analyse literarischer Texte ermöglichen. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis jedoch häufig eine Trennung zwischen Theoriearbeit und Interpretation: Theoretische Grundlagen und methodische Ansätze werden häufig nicht klar benannt, was es erschwert, den Zusammenhang zwischen Theoriearbeit und Textanalyse zu verstehen. Für Studierende stellt sich daher die Frage: Wie wählt man aus der Vielzahl an Theorien und Methoden die passende aus? Und wie lassen sich diese in der Praxis auf literarische Texte anwenden?
Diese Übung setzt genau an dieser Problematik an und widmet sich drei zentralen Fragen: a.) Wie arbeite ich mit theoretischen Texten? b.) Was sind literaturwissenschaftliche Theorien und Methoden und welche gibt es? c.) Wie verhalten sich Theorien, Methoden und Interpretationen zueinander?
Die Beantwortung dieser Fragen wird über die Auseinandersetzung mit literaturwissenschaftlichen Modellinterpretationen erfolgen. Im Zuge dessen erarbeiten sich die Studierenden Grundkenntnisse ausgewählter Literaturtheorien und Methoden. Zudem lernen sie Verfahren kennen, die es ihnen ermöglichen, den Zusammenhang zwischen literaturtheoretischen Annahmen, deren methodischer Umsetzung und den daraus resultierenden Interpretationen zu analysieren. Zu den behandelten Verfahren gehören insbesondere die Rekonstruktion literaturwissenschaftlicher Interpretationen anhand von Gliederungen sowie die Analyse literaturwissenschaftlicher Begriffe.
Ziel der Übung ist es, ein methodisches Instrumentarium zu entwickeln, mit dem literaturthereotische Positionen erkannt, die theoretischen und methodologischen Vorannahmen literaturwissenschaftlicher Interpretationen explizit gemacht und deren zentrale Begriffe operationalisiert werden können. Auf diese Weise sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, Theorie, Methode und Interpretation in ihrer eigenen wissenschaftlichen Arbeit gezielt miteinander zu verbinden.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Literatur
Sämtliche Texte, die zur Pflichtlektüre vorgesehen sind, werden über Moodle bereitgestellt.
Prüfungsstoff
- regelmäßige Anwesenheit und aktive Beteiligung
- Kollaborative Erstellung einer Gliederung
- Impulsreferat
- Zwischen- und Abschlusstest
Der Einsatz von KI ist nicht erlaubt.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
