Vorlesungs­verzeichnis

ÄdL: "Die Suche nach dem Gral"

100082 PS 2024S

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Vortragende:

Nächster Termin

Dienstag, 28.05.2024 09:45-11:15 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Suche nach dem Gral ist niemals abgeschlossen, denn sie ist eng verknüpft mit der Frage, was denn der Gral eigentlich sei. Wesen, Ort und Funktion des Grals sind wiederum untrennbar mit der suchenden Figur verbunden, die in einer symbolisch verdichteten "aventiure" letztlich einen Weg der Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis beschreitet. Möglicherweise ist das eine Erklärung für die vielfältigen Ausgestaltungen des Mythos bis ins 21. Jahrhundert. Ausgehend von mittelalterlichen Gralserzählungen (Chrétien de Troyes, Wolfram von Eschenbach, Robert de Boron) und einer Analyse der Grundstrukturen derselben, widmet sich das PS den zahlreichen ernsten und ideologischen, aber auch trivialen und spekulativen Rezeptionen des Grals und seiner Orte in der Literatur der (klassischen) Moderne, sowie deren filmischen Adaptionen (Tankred Dorst, Peter Handke, Adolf Muschg – The Fisher King, Indiana Jones, Da Vinci Code).

Laut Studienplan sollen die Studierenden im Proseminar Grundkenntnisse des selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens erwerben. Die Lehrveranstaltung bietet - abgesehen vom inhaltlichen Schwerpunkt - Informationen über die Standards einer guten wissenschaftlichen Praxis (insbesondere Plagiat und Folgen). Es werden grundlegende Fertigkeiten, wie Bibliographieren, richtiges Zitieren, Literatur-Recherche und Umgang mit Sekundärliteratur geübt. Zudem gibt es Hilfestellungen für die Planung, Anlage und Durchführung einer schriftlichen Proseminararbeit.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive Mitarbeit (Vorbereitung auf die LV, Hausübungen), Präsentationen, Protokolle. Die Abgabe einer schriftlichen Proseminararbeit im Ausmaß von 15 Seiten ist für den positiven Abschluss der Lehrveranstaltung verpflichtend. Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf dieser schriftlichen Arbeit; weitere Teilleistungen (Mitarbeit, Referat, Hausübung, Leseprotokolle, Dossiers etc.) werden entsprechend mit einbezogen.

Werden technische Hilfsmittel wie KI-Chatbots für Leistungsnachweise in dieser LV verwendet, so müssen die Quellen, die Prompts, die Outputs und die Modifikationen jeweils im Anhang angeführt bzw. gekennzeichnet werden - Plagiate sind in keinem Fall erlaubt.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Bitte besorgen:
Volker Mertens. Der Gral. Mythos und Literatur. Stuttgart: Reclam 2003 [= RUB 18261]

 

Prüfungsstoff

s. oben

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Proseminararbeiten 15 Seiten Haupttext