Vorlesungs­verzeichnis

Theorien und Methoden der Literatur- und Kulturwissenschaften

100081 UE 2025W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Literaturtheorien irritieren gewohnte Lese- und Deutungsweisen. Mit ihrer Hilfe lässt sich über literaturwissenschaftliche Basiskategorien (Literatur, Autorschaft, Text, Rezeption…) ebenso nachdenken wie über den Status von literarischen Texten als Gegenständen historischer Forschung. Zugleich sind Literaturtheorien ihrerseits historisch situiert, können auf die Literaturproduktion einwirken oder Problemstellungen mit literarischen Texten teilen. Und wie die Lektüre literarischer Texte erfordert auch das Lesen von Literaturtheorien eine philologische Genauigkeit, die wir im Laufe des Semesters einüben werden.

Die Lehrveranstaltung versucht keinen vollständigen Überblick über rezente Theorien zu geben. Stattdessen ist nach einer Rekapitulation erzähltheoretischer Grundlagen eine Einführung geplant, die sich mit besonders wirkmächtigen Theorien (etwa der Psychoanalyse, der Kritischen Theorie und von Michel Foucault geprägten Analysen des Verhältnisses von Wissen und Macht) eingehender beschäftigt. Daneben werden wir Ansätze der feministischen Theorie, der kritischen Männlichkeitsforschung und der postkolonialen Kritik besprechen. Dieser Parcours aus sich in Fortentwicklung und Einspruch aufeinander beziehenden Texten soll auf die eigenständige Lektüre neuerer theoretischer Texte vorbereiten.

Semesterbegleitend lesen wir mit Franz Kafkas "In der Strafkolonie" einen Text, der auf faszinierende Weise Schreib-, Lese- und Erzählverfahren reflektiert. So wird sich anhand eines exemplarischen literarischen Gegenstands bei jeder Theorie-Lektüre diskutieren lassen, welche literaturwissenschaftlichen Fragestellungen und welche methodischen Überlegungen aus ihr zu gewinnen sind.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive Teilnahme, Lektüreprotokolle, Thesenpapier, Kurzessay

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Zur Vorbereitung bzw als Nachschlagewerk empfohlen:
- Jonathan Culler: Literaturtheorie: Eine kurze Einführung. Stuttgart: Reclam 2002.
- Ansgar Nünning (Hg.): Metzler-Lexikon Literatur- und Kulturtheorie: Ansätze – Personen – Grundbegriffe. Stuttgart/Weimar 2008.

 

Prüfungsstoff

Semesterprogramm

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Teilnahme und Thesenpapier, Lektüreprotokolle und Kurzessay werden für die Gesamtnote zu gleichen Teilen gewichtet.

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.