Vorlesungs­verzeichnis

SpraWi: Lexikographie

100064 PS 2024S

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Vortragende:

Nächster Termin

Dienstag, 25.06.2024 08:00-09:30 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Zwischengeschoß, Stiege 7a über Stiege 9

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Dieses Proseminar führt die Studierenden in grundlegende Methoden der praktischen, korpusgestützten Lexikographie ein. Sie lernen sämtliche Schritte in der Genese eines sprachwissenschaftlich und lexikographisch fundierten Wörterbuchs kennen – von der Bestimmung von Wörterbuchfunktion und -gegenstand, über die Erhebung und Aufbereitung des zugrundeliegenden Korpus bis hin zur konkreten Artikelarbeit – und erproben diese praktisch anhand eines eigenen, in Redaktionsteams zu skizzierenden Wörterbuchvorhabens (z. B. eines Spezialwörterbuchs zu bestimmten Text[sort]en). Besonderer Wert wird dabei gelegt auf

- die auf der kritischen Evaluation bestehender Wörterbücher beruhenden Skizze von Wörterbuchfunktion und -gegenstand,
- verschiedene Methoden zur Korpuserstellung (entweder von einer Lemma- oder Konzeptliste über eine Fragebogenerhebung zum Korpus oder vom Textkorpus über seine quantiative Analyse zur Lemmaliste) sowie die
- Ausarbeitung von stringenten, konzisen und der Wörterbuchfunktion angemessenen Beispielartikeln.

Dieser lexikographische Prozess wird im Rahmen der Proseminararbeit dokumentiert. Zu diesem Zweck werden die Studierenden überdies mit den Anforderungen an empirisches und/oder praktisches wissenschaftliches Arbeiten in der Sprachwissenschaft sowie mit den Konventionen des wissenschaftlichen Schreibens in dieser vertraut gemacht.

Nach Abschluss der Lehrveranstaltung sollen Studierende demnach befähigt sein,
- Wörterbücher kritisch zu evaluieren,
- den Prozess nachzuvollziehen, in dem einzelne Wörterbücher entstehen,
- semasiologisch oder onomasiologisch orientierte Verfahren der Erhebung lexikalischer Daten (für Wörterbuchprojekte) unterscheiden und praktisch anwenden zu können,
- grundlegende, in der praktischen Lexikographie angewandte Verfahren der Korpuslinguistik (Keywordidentifikation, Kollokationen, Thesaurusfunktionen) anzuwenden,
- mit Hilfe eines Wörterbucheditors eigene strukturierte und kondensierte Wörterbuchartikel zu erstellen,
- mit der Auszeichnungssprache XML so umzugehen, dass insbesondere die beiden letztgenannten Ziele erreicht werden können, und
- wissenschaftliche Texte nach den Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis und den Konventionen der germanistischen Linguistik zu verfassen.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Zu erbringen sind die folgenden Teilleistungen:
• MITARBEIT: Erbringung der Aufgaben (abhängig vom Typ der Aufgabe wird die Abgabe oder die inhaltliche Ausführung beurteilt)
• PRÄSENTATION des eigenen Wörterbuchkonzepts für die Proseminararbeit
• PROSEMINARARBEIT (in Form eines Wörterbuchkonzepts und Beispielartikeln) im Umfang von 15 Seiten Haupttext (ohne Titelblatt, Inhalts-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis sowie Anhang, Times New Roman, Schriftgröße 12pt, 1,5-facher Zeilenabstand)

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Werden technische Hilfsmittel wie KI-Chatbots für Leistungsnachweise in dieser LV verwendet, so müssen die Quellen, die Prompts, die Outputs und die Modifikationen jeweils im Anhang angeführt bzw. gekennzeichnet werden; Plagiate sind in keiner Form erlaubt.

 

Literatur

Literatur wird laufend auf Moodle ergänzt und zur Verfügung gestellt.

 

Prüfungsstoff

s. oben

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Teilleistungen werden in der Gesamtbeurteilung wie folgt gewichtet, wobei alle Teilleistungsbereiche für sich positiv absolviert werden müssen:
• Mitarbeit: 25 %
• Präsentation: 15 %
• Proseminararbeit: 60 % der Gesamtleistung
Voraussetzung für eine Beurteilung ist ausreichende Anwesenheit/aktive Teilnahme (im Präsenz- oder Onlineformat) an den individuell vorgesehenen Terminen.

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Proseminararbeiten 15 Seiten Haupttext

Spätestmögliches Abgabedatum der Proseminararbeit: 30.09.2024